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XING  
September 2003
 
 
Willem-Alexander ist tot. Jetzt lebe ich ganz alleine in meiner riesigen Wohnung. Aber, ich bin stark und schaffe es auch alleine!
 
 
Heute hatte ich seit Ewigkeiten mal endlich wieder ein Fotoshooting. Das Beste an solchen shootings ist definitiv der viele Alkohol der dabei fließt. Hintergrund des shootings ist die neue Domain von Melanie und mir. Nach Jahren des Tingelns haben wir uns für einen gemeinsamen Auftritt im Web entschieden. Und dafür werden diese Bilder sein.
 
 
Na endlich hat die Suche ein Ende und der Kulturschock ein neues Zuhause! Michelle, das junge Ding, hatte zum CSD eine Show im Klüngelpütz. Da ich ja mit Salmonellen Infektion ausfiel war ich nicht dabei (Was für eine Logik). Anyway, jetzt wussten wir ja alle um das Angebot dort unter kommen zu können. Wir hatten aber auch noch Angebote vom TIMP und Seitenwechsel die uns gerne geholfen hätten und das ZAK auch. Bei letzteren hatten wir aber ein wenig Sorge, dass die Location zu klein oder nicht zentral genug sei. (Der Kölner an sich reist ja nicht gerne!) Und das befürchteten wir auch beim Klüngelpütz. Zumal Michelle auch immer betonte wie klein das Theater sei!
 
 
Unter dem Motto: Back to the roots stand der heutige Tag. Zusammen mit Moni und Isabella fuhr ich nach Kerpen, wo auch immer das sein mag, um Beeren pflücken zu gehen. Ich weiß, normalerweise gebe ich mich mit so niedrigen Arbeiten nicht ab, aber zwecks socializing sagte ich zu. Zu meiner Überraschung hat das sogar total Spaß gemacht. Besonders, als ich an einem Pflaumenbaum rüttelte und die Überreifen auf Isa vielen, die sie völlig besudelten. Schadenfreude ist nun mal die ehrlichste Art von Mitgefühl!
 
 
Jetzt hält endlich das kabellose Zeitalter bei mir Einzug. Bei der Größe meiner Wohnung war es schon lange mein Anliegen WLAN anzuschaffen und jetzt wo Imelda weg ist und ich ein Arbeits-/ bzw. Gästezimmer bietet es sich ja geradezu an.
 
 
Ab heute spiele ich Lotto. Irgendwie muss ich doch an Geld kommen. Wenn ich weiterhin auf den Mann warten würde, der mir alle Wünsche von den Augen abliest (müsste abläse heißen, doch dafür bin ich zu blond), dann werde ich noch mit dreißig nicht vermögend sein.
 
 
Heute war ich seit Ewigkeiten mal wieder im Wohnzimmer Theater. Anlass war das neue Programm von Tante Lilli. Neben einem super lustigen Abend traf ich auch noch Freunde, die ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe! Aber am lustigsten war aber die Nummer, in der sie ihre Stimme mit Herrn Lücker tauscht. Das war einfach phänomenal!
 
 
Obwohl mein Terminkalender knall voll war konnte ich mir doch heute nicht den letzten Auftritt von Wanda entgehen lassen. Ich hoffe zwar immer noch, dass sie noch viele weitere haben wird, aber sicher ist sicher! Ich hatte fast schon vergessen wie souverän Wanda ist. Aber nach dem Abend weiß ich wieder Warum Wanda Drohanrufe bekam nicht wieder auftreten zu sollen.
 
 
Nach dem gestrigen Spaß ging ich heute Zu Duotica & friends mit Jochen Vogel & Barbara Ruscher. Ich wollte mal sehen wie sich ein Harfenist und eine Comedy Frau in der Talkshow schlagen. Was ein grandioser Abend. Nicht nur, dass Jochen eine Schnitte von Mann ist und ein begnadeter Musiker. Barbara oder wie sie sagen würde Ba'ba'a war so lustig, dass ich von Glück sprechen konnte wasserfesten Maskara getragen zu haben.
 
 
Heute war es so weit. Heute war der gemeinsame Auftritt mit Melanie im Atelier Theater! Der Abend fing schon mal gut an, da ich triefnass im Theater ankam. Als ich nämlich gerade beim Entladen des Großraum Taxis war gab es einen dermaßenen Platzregen, da war alles zu spät. So wie ich, die verschlafen hatte. So blieb mir gerade noch genug Zeit mich trocken zu legen und mir den groben Ablauf des Abends durch zugehen. Die Show lief soweit reibungslos. Davon mal abgesehen, dass alle zwischenzeitlich den Überblick verloren hatten was oder wer dran war und wir uns den Wolf interpretierten. Das gab mir schon ein gutes Gefühl für Weihnachten bzw. Dezember, wenn wir drei Wochen Show auf der Ms Loreley haben.
 
 
Heute ging es mit den Renovierungsarbeiten weiter. Das ist vielleicht schweißtreibend. Besonders bei den Temperaturen. Aber ich beschwer mich ja nicht. Wenn ich mir nun mal die attraktivsten Handwerker bestelle, die Köln zu bieten hat, dann muss ich auch dafür büßen. Meine Buße lag darin zusehen zu müssen, wie ihnen der Schweiß über den Waschbrettbauch perlte während sie ohne Leiter oder Teleskopstange sich in ihren zu weiten Arbeitshosen räkelten, um an die Decke zu gelangen. (Das mit den erschwerenden Bedingungen war meine Idee, um einen besseren Blick auf ihre Lenden zu erlangen!) Dafür bekamen sie aber auch ein Glas Limonade gratis! Und so langsam nimmt die Wohnung auch wieder Gestalt an. Der rote Salon ist wieder weiß und der Speisesaal auch. Wenn jetzt noch die Möbel geliefert werden, dann ist alles wieder im Lot!
 
 
Ich bin immer noch keinen Schritt weiter was die Wahl meines zukünftigen Berufs angeht. Ich werde nicht Parfümerieangestellte. Den ganzen Tag mit zu stark geschminkten Tussis zu tun zu haben wäre einfach nichts für mich. Vielleicht sollte ich eine Bankkauffrauen Lehre anstreben. Mit denen habe ich doch eh dauernd zu tun.
 
 
Heute habe ich mir Handwerker für die Renovierungsarbeiten in Imeldas Kammer geordert. Am Wochenende werden sie kommen, um die Spuren ihres Seins zu beseitigen. Was das kosten wird, aber egal. Das ziehe ich von ihrer Kaution ab. Schließlich fallen ja auch wegen ihr die Kosten überhaupt an.
 
 
Ich hab mir überlegt einen Beruf zu erlernen. Einen, der meinem freundlichen, zuvorkommenden und eloquenten Wesen gerecht wird. Aber welchen? Ich zermartere mir schon seit gestern den Kopf. Auf keinen Fall werde ich Fleischereifachverkäuferin! Für totes Fleisch bin ich noch zu jung.
 
 
Wie soll ich nur die hohe Miete aufbringen? Bisher hat ja Imelda ihren Beitrag zur Miete geleistet von dem Geld, das sie bei mir verdient hat, aber die Quelle ist ja jetzt versiegt! Und jemand neues nehme ich nicht in meine Wohnung. Damit ich in vier Jahren wieder sitzen gelassen werde, oder was?!
 
 
Den letzten Monat streiche ich komplett aus meinem Tagebuch! Imelda hat mir den Dienst quittiert, um mit ihrer neuen Liebe nach Guatemala zu ziehen und Kaffee anzubauen. Als müsste man dazu nach Guatemala. Den gibt's doch in jedem Supermarkt. Aber sie ließ es sich nicht ausreden und ich werde mich Reisenden nicht in den Weg stellen.