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XING  
Februar 2003
 
 

Heute war der zweite Abend mit Duotica im Atelier Theater. Diesmal hat's richtig Spaß gemacht. Das Publikum war ausser Rand und Band. Gestern waren sie ja etwas kurz angebunden, als ich mit Titt's and Ass im zweiten Showblock auftrat. Okay, ich kann ja verstehen, dass es einem die Sprache verschlägt mich im Bustier und Tanga auf der Bühne zu sehen - Beine bis zum Hals und eine Taille von der die meisten Frauen in meinem Alter nur träumen können. Aber so sprachlos war noch nie ein Publikum. Der Auftritt mit Mel macht riesigen Spaß und wir überlegen, ob wir nicht an einer Show arbeiten und gelegentlich Tingeln gehen sollten. Ich war ja letztes Jahr schon mal Gast bei Duotica, bei der Derniere vom Schlampenalarm und ich schätze das wird nicht mein beziehungsweise unser letzter Auftritt bei Duotica gewesen sein. Mal von unseren gemeinsamen Shows im Dezember abgesehen.

Nach der Show zog ich diesmal noch weiter. Schließlich bin ich in Köln und es ist Karnevalsfreitag. Nach drei Jahren Abstinenz macht es mal wieder richtig Spaß zu feiern. Im Bermudadreieck wurde ich auch direkt von ein paar freundlichen Männern freudigst aufgenommen, mit denen ich dann bis in die frühen Morgenstunden feierte. Was war ich froh, dass ich am nächsten Morgen frei hatte! Ich weiß nicht mehr so genau mit wem ich alles auf "Per Du" trank, aber was bützen bedeutet weiß ich jetzt ganz genau!

 
 
Drei Wochen Shuttle Dienst für die Rosa Sitzung sind rum. Das war wirklich eine stressige Zeit, aber hat auch Spaß gemacht. Gina, Gabi, Joana, Mel, Marco und ich waren dafür verantwortlich, dass die Gäste der Rosa Sitzung vom Crown Plaza am Rudolphplatz sicher und informiert im Limelight ankamen. Die Fahrer und Fahrerinnen der KVB hatten auch jede Menge Spaß mit uns und ich glaube den ein oder anderen neuen Fan vom Kulturschock haben wir auch gewonnen. Ich fand's am lustigsten einen Verflossenen aus Siegen wiedergetroffen zu haben. Er hatte keinen blassen Schimmer wer ich war, aber dank meines guten Personengedächtnisses wußte ich ganz genau wer er war. Es war schön, so lange es währte, aber damit war es auch gut.
 
 
Heute waren wir das Sixpäck in der Rosa Sitzung. Das Phänomenalste an diesem Auftritt war, dass wir - bevor wir uns in der Kulisse integrierten - mit Gaylight auftreten konnten. In sieben Jahren Sixpäck war das das erste Mal, dass ich mitbekam, dass eine Gruppe was ausserhalb des normalen Programms vorführen durfte! Der Applaus sprach auch für sich - ich denke, dass wir wieder ein paar Leute neugierig auf den Kulturschock gemacht haben. Und das ganze verdanken wir der Beharrlichkeit unseres Marco, der TafkaW die ganze letzte Woche mit dieser Idee löcherte. Bin gespannt, ob wir nächstes Jahr wieder eine Chance bekommen ausser Konkurrenz aufzutreten. Nächstes Jahr lassen wir aber die Hektik und Pannen weg. Wir waren vom Shutteln gerade fertig, da zogen wir uns in der Bar für's Sixpäck um. Damit fertig bot uns Manni gerade ein leckeres Kaltgetränk an und meinte, dass wir noch genügend Zeit hätten. - Von den vorherigen Tagen als Zuschauer kannten wir ja das Prozedere, die Sixpäcks standen immer schön in Reih und Glied im Zuschauerraum und warteten darauf angesagt zu werden. - Nicht so bei uns. Als wir noch auf unsere Getränke warteten kam Manni plötzlich zu uns in die Bar und meinte wir müßten raus. Als wir noch dachten wir sollten uns schick aufstellen hörten wir bereits unsere Anmoderation - während wir durch die Eingangshalle rannten! Souverän reihten wir uns während der fünfzig Meter durch den Saal ein um schließlich in der geplanten Aufstellung auf der Bühne zu Enden. Die völlig gekürzte und in der Geschwindigkeit manipulierte Version hatten wir ja zum Glück erst fünf Stunden vorher zum ersten und einzigen Mal gehört und geprobt, so dass einem perfekten Auftritt nichts im Wege stand. Gut mir rutschte der dusselige Haarreif mehrmals vor die Augen - ich sah aus wie Jordie La Forge, aus Next Generation, mit Tumorsensoren - und Mel haute es der Länge nach hin, aber sonst war alles erste Sahne! Wie gesagt, nächstes Jahr wird's besser!
 
 
Heute war ich mal wieder mit Moderation im Kulturschock dran. Da man mir ja eh abspricht nett zu sein machte ich meinen Ruf zum persönlichen Motto des Abends und teilte mächtig aus. Angeblich war ich teilweise zu heftig und böse, aber letztlich habe ich nur die Erwartungen unseres Publikums bedient. Ich bin halt zum (be-)dienen geboren.... Da einige Schocklett's nicht den Mut hatten sich meiner bösen Zunge - oder der Wahrheit ?! - zu stellen zogen sie es vor zuhause zu bleiben, unter dem Vorwand krank zu sein. Tja, ich kann nur sagen, die haben einiges verpasst.

Bedingt durch die doch geringe Beteiligung - fast wie letzte Woche - waren wir schon kurz vor elf fertig und so hatte ich die Chance mal früher nach hause zu kommen. Hinsichtlich der bevorstehenden nächsten Wochen (der shuttle Dienst für die Rosa Sitzung steht an) war mir das nur recht. So setze ich mich also völlig relaxt vor den Rechner, um den Tag Revue passieren zu lassen, da höre ich es rascheln. Ich dachte zunächst natürlich an unseren kleinen Gast, den ich vor zwei Wochen allerdings zuletzt sah. Anfänglich ignorierte ich das Rascheln im heruntergefallenen Laub meines Fikus links neben mir, doch als ich doch mal hinschaute traute ich meinen Augen nicht. Sitzt da doch ganz frech meine kleine Maxima! Ich direkt zum Käfig, um zu sehen, ob noch mehr ausgebüxt sind, doch zum Glück nicht. Alle Ausgänge gecheckt, dicht. Frage: Wie ist sie da rausgekommen und dann auch noch auf den Boden ohne Matsch zu sein! Anyway, wohl oder übel mußte ich versuchen sie wieder einzufangen. Ich also auf den Boden - doggy style (und das obwohl kein Mann weit und breit da war) - und nach der Maus hechtend. Was bin ich froh, dass sie keine wilde Maus ist. So kam es, dass ich nach einigen Fehlversuchen die Kleine mit meinen eigenen Händen fangen konnte - ohne Einsatz unserer Mausefalle - und zurück in den Käfig buxierte! Soviel zu einem ruhigen Abend.
 
 
Shopping!!! Voller Tatendrang und mit ner Menge Cash in der Tasche machte ich mich auf den Weg, um das Bruttosozialprodukt zu steigern und das hab ich. Voller Stolz kam ich mit zwei Bluetooth Adaptern heim und machte mich sofort ans Werk mein Laptop mit dem Desktop zum Datenaustausch zu bringen. Laut Anleitung ein einfaches Unterfangen, just plug & play. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nicht so ein Vorspiel vor dem Play! Nach fünf Stunden hatte ich die beiden soweit miteinander zu sprechen und mir die Daten des Gegenübers zu zeigen, aber ins Netz kam ich vom Client aus immer noch nicht. Letztendlich habe ich mir dann auch noch den Internetzugang zerschossen und in der Hotline wieß man mich darauf hin, dass ich blockiert wurde, da ich neun mal das falsche Passwort eingegeben hatte - obwohl das ja gespeichert war - und ausserdem gäbe man mir keinen support, wenn ich nicht die t-online software benutzen würde. (As if, die ist doch für blutige AnfängerInnen, ich will schließlich nur online gehen, da brauche ich doch nicht die Provider-software!) Soviel zum KundInnendienst der Telekom! Zum vermeintlichen Trost meinte der Hotliner noch, dass ich Glück hätte, da ich ja in fünfundvierzig Minuten, also um Mitternacht, eh wieder freigeschaltet würde. Was'n Trost.