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| 30.04.2003 |
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| Wie öde, alle tanzen in den Mai und ich
hänge Zuhause rum. Dabei dachte ich irgendein Verehrer
würde mich anrufen, um das Vergnügen meiner Gegenwart
genießen zu dürfen. (Meine Vergangenheit ist zwar
viel interessanter, aber das tut ja hier nichts zur Sache!)
Na, dann kann ich wenigstens früh ins Bett, um einen der
ersten Flieger morgen nach Berlin zu bekommen. Es wird wohl
kaum morgen einer auf die Idee kommen mir einen Baum zu setzen.
Vielleicht hätte ich doch bei der Walpurgisnacht Fete der
„Lesbische allein erziehende Mütter Bergheim n.e.V.“
mitmachen sollen. Wobei, nackt um ein Druidengrab zu tanzen
und für den Weltfrieden zu trommeln konnte ich mir einfach
nicht als sehr befriedigend, geschweige denn spannend vorstellen.
(Außer es würde da so abgehen wie beim „Blair
Witch Projekt“, aber als Leiche zu enden wäre nun
so gar nichts für mich gewesen!) |
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| 27.04.2003 |
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| Heute war der letzte Kulturschock der elften
Saison! Was für ein Chaos. Ich wusste zwar, dass ich einigen
Künstlern und Künstlerinnen zugesagt hatte, doch das
was ich mir dabei gedacht hatte so vielen zu zusagen weiß
ich auch nicht. Immer, wenn ich dachte jetzt wären alle
eingeplant kam wieder einer um die Ecke. Zum Glück waren
die regelmäßigen Künstler so verständnisvoll
und traten teilweise von ihrem Auftritt zurück oder reduzierten
ihre Beiträge. So kam es auch, dass Mel und ich heute nicht
dabei waren. Ich nutzte diese Chance, mit Pierre den Schock
mal aus Zuschauersicht zu genießen und Mel fuhr mit ihrem
Gspusi nach hause. Die arme Mieke hatte so eine Panik zu überziehen,
dass sie am Anfang alle Nummern im Stakkato anmoderierte. Zum
Glück hat sie meine Zeichen richtig gedeutet und sich dann
doch bisschen Zeit für ihre Moderation genommen. Betty,
die ich ja schon letztes Jahr kennen lernen durfte war für
mich das high light des Abends. Sie hatte das Publikum so in
ihren Bann gezogen, dass sie es schaffte, trotz Überlänge,
als einzige eine Zugabe zu geben. Was für ein Fest und
fulminanter Ausklang aus der elften Saison! Aber jetzt ist erstmal
Pause bis Juni (wenn ich den Auftritt in der JVA und in Baldenberg
nicht mitzähle!) |
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| 26.04.2003 |
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| Der heutige Tag lag im Zeichen des Shopping.
Mit Miekes Hilfe wurden wir alle schnell fündig. Ich werde
ja in hundert Jahren diese Sprache nicht verstehen. Ich bin
ja echt bemüht, aber ausser Halsschmerzen bleibt bei mir
nix von dieser Sprache hängen. Als unsere Kreditkarten
zu flehen anfingen entschieden wir uns nur noch einen Koffie
Verkehrt zu nehmen und uns dann auf den Heimweg zu machen. Schließlich
mußten wir ja noch die Show in Baldenberg planen. Mieke
war ziemlich aufgeregt diesbezüglich. Wird es doch ihre
erste eigen Show sein, bei der Mel und ich sie ein wenig unterstützen
würden. Nach getaner Arbeit entschlossen wir zur Feier
des erfolgreichen Tages gemeinsam essen zu gehen. Mieke und
Günter empfohlen uns einen Italiener ganz in der Nähe
ihres Domizils. (Im Grunde ist alles in Den Bosch in der Nähe!)
Anyway! Um halb neun betraten wir mit Hunger bis unter die Arme
das Restaurant. Da die großen Tische schon alle besetzt
waren wollten wir schon wieder gehen, als der Chef uns Einhalt
gebot und schnell zwei Tische zusammenschob, um uns den nötigen
Platz zu bieten. Okay, dachten wir, wenn er so bemüht ist
- prima! Schnell entschlossen gaben wir unsere Bestellung auf:
vier Pizzas, geschmorte Pilze als Vorspeise und einmal Tortellini.
Nachdem wir etwa zwanzig Minuten später endlich unsere
Getränke hatten ahnten wir noch nicht was uns an diesem
Abend noch erwarten würde. Als um viertel vor zehn noch
keine Vorspeise in Sicht war wurden wir schon etwas unruhig.
Um zehn Uhr kam ein Angestellter mit einer Schüssel Salat
- auf Kosten des Hauses - und der Entschuldigung, dass es noch
etwas dauern würde. Um halb elf - ich rotierte bereits
auf dreihundert Umin - brachte uns der Chef persönlich
überbackene Auberginen - auf Kosten des Hauses - und erklärte
uns, dass seine Nichten kurzfristig abgesagt hätten und
seine beiden Neffen nicht sehr erfahren in der Küche seien.
(Bitte, wieviel Erfahrung muß man haben, um Nudeln ins
Wasser zu schmeißen und vier Pizzas in den Ofen zu werfen?!)
Zu unserer Freude fanden wir auch noch Alufolienreste innerhalb
der Auberginen. Ich weigerte mich auch nur einen Bissen anzurühren.
Um viertel vor elf kamen die Tortellini und zwei Pizzas (von
Mieke und Mel). Die beiden Salamipizzas (ja ich hatte schon
immer einen sehr erlesenen Geschmack!) dauerten noch einen Augenblick.
Um dreiundzwanzig Uhr - zwei Stunden nachdem wir bestellt hatten
- weiteten sich die Augen von Mieke und Mel, die in Blickrichtung
zur Theke saßen und unkten dass wohl die beiden Pizzas
jetzt noch verbrannt seien, so wie die Köche hektisch schauen
würden. Was soll ich sagen, so war es. Der Chef entschuldigte
sich vielmals und ich dachte ich spränge ihm gleich ins
Gesicht. Mieke gab ihrem Mann und Mel mir die zweite Hälfte
ihrer Pizza. Das Angebot zwei neue Pizzas zu backen lehnten
wir wehement ab. (Ich glaube ich hätte sie ihm vor die
Füße geknallt!) Um halb zwölf verließen
wir das Restaurant. Um dem Abend doch noch einen schönen
Abschluß zu geben gingen wir noch gemeinsam ins Joost,
wo wir letztes Jahr unseren kleinen Auftritt hatten und das
war gut so. Die Männer dort sind echt jedes Mal lecker
und sehr kommunikativ, auch wenn jetzt nichts weiterführendes
geschah, aber schön war es doch. Okay ich hätte auf
die Info von Joost verzichten können, dass er über
den Italiener nur schlechtes gehört hatte, aber sonst war's
schön. |
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| 25.04.2003 |
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| Es geht zum Endspurt über. Nur noch ein
Kulturschock und in drei Wochen die Show mit Mieke und Mel in
Baldenberg. Genau das war der Anlaß für unsere Fahrt
nach Den Bosch zu Mieke und deren Gemahl Chunter, der uns mit
seinem traditionellen Festmal begrüßte. Da Mel, ihr
derzeitiger Lover und ich direkt von der Arbeit, beziehungsweise
der Maniküre nach Holland fuhren und somit einen langen
Tag hinter uns gebracht hatten, quatschten wir fünf nur
noch ein bischen und gingen dann schon recht früh zu Bett.
Schließlich hatten wir morgen einen anstrengenden Tag
vor uns... |
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| 23.04.2003 |
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| Hollywood haben wir hinter uns, jetzt ist das
deutsche Privatfernsehen dran. Heute hatte ich zusammen mit
Melanie einen Drehtag bei Nicola. Wir waren als Partygäste
von Tim - Nicola's Kollegen und Nachbarn - eingeladen. Zu unserer
Freude war Chaqa auch mit von der Partie. Um zwei Uhr fing der
Dreh an und nach fünf Stunden waren die circa drei Minuten
Handlung endlich im Kasten. Mann war das anstrengend. Man mußte
am Set dauernd rauchenund Sekt trinken und zwischendurch auch
noch in der Sonne warten, bis das Licht umgehangen war oder
dergleichen. Einziger Störfaktor war eigentlich nur Hans-Günter,
der mir jedes mal am Bein hing, wenn ich an ihm vorbei ging.
Eigentlich habe ich ja nichts gegen Anhängliche Typen -
wie man sieht habe ich ja nicht sonderlich viel Glück gehabt
in letzter Zeit - aber der war mir doch zu klein und haarig!
Aber sonst hatten wir Spaß ohne Ende. Leider haben wir
vergessen zu fragen wann die Folge ausgestrahlt wird, aber das
werden wir auch noch herausfinden. |
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| 18.04.2003 |
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| Endlich ein langes Wochenende. Die Woche über
war ich zu nichts zu gebrauchen. Irgend wie verspüre ich
so ne Art von Frühjahrsmüdigkeit. Der Franzose hat
sich noch nicht gemeldet und auch auf eine SMS hin kam keine
Reaktion. What is it with men? Kann mir einer sagen was ich
an mir habe, dass sich keiner nach dem zweiten Date mehr meldet?
Man sieht sich im Leben zwar immer zweimal, aber doch nicht
"nur zweimal"! Und bei dem Franzmann kam es ja nicht
mal dazu und das nachdem er mir in diversen SMS beteuerte wie
aufgeregt er sei und dergleichen. Okay, das Date war jetzt nicht
spritzig-witzig-innovativ-neu, aber das muß es doch nicht
sein. Man kann sich doch auch langsam kennen lernen und dann
feststellen ob man zusammen passt oder nicht. Oder sehe ich
das falsch? Na ja, neues Spiel neues Glück. Ich scheine
einen neuen Verehrer zu haben, der mich aus dem Kulturschock
kennt. Mal sehen, was dabei raus kommt! |
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| 12.04.2003 |
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| Der Franzose hat sich aus Basel gemeldet wo er
seine Schwester besuchte. Er will sich melden, wenn er zurück
ist. Déjà vu?! |
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| 11.04.2003 |
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| Heute ging's nach Baldenberg. Ich wollte mir
endlich mal eine Show dort anschauen, statt immer "nur"
dort aufzutreten. Was bietet sich denn da schon besser an als
Duotica. Besonders, weil die Beiden hier ein Best of gaben.
Bei der Gelegenheit lernte ich auch direkt Danni kennen. Die
Gute fährt glatt drei Stunden, um Marion und Holger zu
sehen. Wenn das kein Fan ist! Das Publikum hatte die Beiden
allerdings nicht wirklich verdient. Sie konnten machen was sie
wollten, doch die Leute kamen nicht in Schwung. Unser Tisch
mit mehreren Fans aus Köln und eben Danni tobte vor Spaß
und der Rest war immerhin zu Befall zu begeistern, aber sonst
waren die echt reserviert. Das war echt schade, aber wenigstens
konnten wir wiedermal ihre wunderbaren Lieder aus dem Schlampenalarm
hören, die es ja leider nicht auf CD gibt! |
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| 10.04.2003 |
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| Heute traf ich mich mit dem Mann, der mir am
Dienstag seine Telefonnummer zusteckte. (Mein Tagebuch liest
sich fast wie "Die Geheimen Notizen der O.") Da ich
gestern (oder sollte ich sagen heute?!) so spät nach hause
kam war ich ziemlich müde und beschloss es kurz zu machen.
Der Mann stellte sich als sehr interessanter Franzose heraus,
der auch noch Maler ist. Die Unterhaltung lief etwas stockend,
aber war überaus unterhaltsam. Besonders die Tatsache,
dass er mein Date vom Dienstag kannte und wußte, dass
ich verabredet war. Nachdem wir uns etwas beschnuppert hatten
blieb ich meinem Vorsatz treu es kurz zu machen und wir verabredeten
uns lose für's Wochenende. |
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| 09.04.2003 |
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| Ich war ein schlimmes Mädchen. Böse
Zungen würden mich wohl als Schlampe bezeichnen, aber "I
couldn't care less!". Anyway, ich traf mich heute mit dem
attraktiven Zauberer aus Bremen. Wie verabredet rief er mich
nach seinem Job an, damit wir uns treffen und etwas unternehmen
würden. Ich machte mich direkt auf den Weg, um ihn im Hotel
abzuholen. Meine Sorgen, auf dem Weg zu ihm, nichts adäquates
bieten zu können, wiesen sich zum Glück recht schnell
als unbegründet heraus. Nachdem wir zur Begrüßung
erst einmal einen Sekt auf seinem Zimmer genossen stellten wir
fest, dass wir uns adäquat genug waren und keine anderen
interessanten Orte aufsuchen mußten. Gab es doch genug
Interessantes in diesem Zimmer zu entdecken.... |
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| 08.04.2003 |
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Schließt sich die eine Tür, wird sich
eine andere öffnen! Das beschreibt wohl meine derzeitige
Situation am ehesten. Ich war ja heute bei Sia Korthaus in ihrem
aktuellen Programm Amnesia und kann nur sagen. Alle Achtung!
Das war echt ein Glanzstück. eineinhalb Stunden alleine
auf der Bühne zu stehen und zu reden und damit die Leute
noch zum Lachen zu bringen ist echt eine Leistung. Und die hat
sie vollbracht. Ohne auf ulkige Kostüme zurückzugreifen
hat sie ihre Frau gestanden und das ausverkaufte Ateliertheater
zum toben gebracht. Die Frau an sich ist ja schon ein Hingucker,
aber ihre verbalen Ergüsse, ohne auch nur einmal einen
Witz auf kosten des Publikums zu machen - dessen sich ja andere
stand up Comedians gerne mal bedienen - ist wirklich eine Glanzleistung.
Anyway, ich war ja mit dem Mann verabredet, den ich gestern
noch abgeschossen hatte (Konsequenz in Männerangelegenheiten
ist scheinbar nicht wirklich meine Stärke). Ruft er mich
doch fünf Minuten vor dem Treffen an, dass er nicht hingehen
könne, weil jemand da sei, dem er nicht begegnen wolle
und wir sollten lieber später noch mal miteinander telefonieren.
Klasse, da geb ich ihm eine weitere Chance und er vergeigt's
schon wieder. Anyway, ich also sitze alleine an der Theke im
Atelier, da kommt doch ein charmanter Mann hinzu und lächelt
mich frech an. Das war mir ja schon fremd geworden. Bei meinem
Glück mit Männern. Leider wurde dieser zarte Flirt
durch seine Bekannten unterbrochen, die just in dem Moment hinzukamen.
Trotz dessen, dass er in Gespräche verwickelt waren versuchte
er immer wieder zu mir Blickkontakt aufzunehmen und auch im
Zuschauerraum ging das weiter und in der Pause, in der er sich
wieder unterhielt und nach dem Programm. Dauernd trafen sich
unsere Blicke und wir lächelten miteinander. Und gerade
als ich gehen wollte stellte er sich mir in den Weg und drückte
mir seine Telefonnummer in die Hand und fragte zögerlich,
ob ich ihn anriefe. Was denkt der sich eigentlich wer ich bin,
ich kenne ihn doch gar nicht und habe nichtmal ein Wort mit
ihm gewechselt. Natürlich rufe ich ihn an! Aber bevor ich
ihn treffe verabrede ich mich mit Clemens aus Bremen, der morgen
in die Stadt kommt, den ich am letzten Tag auf der Messe kennengelernt
habe! |
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| 07.04.2003 |
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| Der gestrige Kulturschock hatte total viel Spaß
gemacht. Nachdem ich ja tagsüber ziemlich schlecht drauf
war, da sich der Mann, den ich vor zwei Wochen kennengelernt
hatte und den ich echt mal interessant fand und mit dem ich
seitdem immer wieder mal telefonierte, also dieser Mann sich
heute nicht meldete, obwohl er sagte er würde es tun, nach
all diesen Emotionen wurde der Kulturschock eine echt prima
Sache. Als ich dann heute Nacht um eins noch seinen Anruf auf
der Mailbox hatte dachte ich okay, er hat an mich gedacht. Jetzt,
nachdem er mir heute mittag noch sagte er würde sich heute
Abend melden und es bis Mitternacht immer noch nicht getan hat
sag ich mir "Pech gehabt". Geduld ist nun wirklich
nicht meine größte Stärke. Ich wurde innerhalb
der letzten Woche drei Mal von ihm telefonisch versetzt und
damit ist jetzt genug. Männer sind echt das letzte! |
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| 05.04.2003 |
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| Da geh ich seit Jahren samstags in der Stadt
einkaufen und nie geschieht was oder man begegnet "nur"
alt bekannten FreundInnen und Bekannten und kaum kommt man von
der Börse zurück schon trifft man neue Leute. Wir
hatten ja unseren Stand next to Billy Bob Buddah, der Straßenmusiker
ist und von Ort zu Ort tingelt. Prompt sehe und höre ich
ihn heute vor dem WDR Gebäude mit seiner Band! Ich sag
es ja immer wieder - Köln ist ein Dorf. Am ersten Mai tritt
er ja im K13 in Ossendorf auf, da werde ich sicher hingehen,
wenn mir niemand dazwischen kommt! |
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| 04.04.2003 |
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Ja, geil, heute wurde ich vom Casting Büro
von Columbia Tristar angerufen und für eine Folge bei NICOLA
gebucht. Ich sag's Dir, Hollywood ich komme!
Abends gings zur Benefizgala von Medica Mondiale im LimeLight.
Duotica hatten dort einen Kurzauftritt. Ich wußte ja nicht
was mich dort erwartet. Der Wirkenskreis der Organisation ist
traumatisierten Frauen in Kriesen- und Kriegsgebieten zu helfen.
Zum zehn jährigen Bestehen gab es diese Gala, die Bettina
Böttinger moderierte. Ich erwartete eigentlich, dass viel
Information über die Orga gegeben würde doch statt
dessen lag der Schwerpunkt darauf, die Mitglieder und Unterstützerinnen
zu unterhalten und natürlich auch zu informieren. Es war
ein so wunderbarer, kurzweiliger Abend der leider viel zu früh
zu Ende ging, weil ich in den flachen Schuhen, die ich extra
an diesen Abend getragen habe, fast gestorben wäre. |
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| 03.04.2003 |
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| Heute war der letzte Tag der Messe. Endlich keinen
Pan oder Einhorn mehr sehen. Und besonders toll, am letzten
Tag macht mich ein super attraktiver Zauberer aus Bremen an.
Dabei war der doch schon die letzten Tage dauernd bei unserem
Nachbarn am Stand. Na wenigstens hat er sich getraut. Von meinem
Gespusi aus Köln höre ich ja eher unregelmäßig
- leider! Na, Duotica hat ja bald einen Auftritt in der Weser
Ems Halle und da werden wir uns wohl wiedersehen! Mal sehen
was er dann wo verschwinden läßt! |
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| 02.04.2003 |
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| Ich sollte vielleicht doch in eine Agentur gehen.
Heute half ich Tante Lilli ein wenig einen Auftritt in Berlin
endlich unter Dach und Fach zu bekommen. eigentlich unterhielt
ich mich nur angeregt mit einer jungen sympathischen Frau aus
Berlin und kam bei der Gelegenheit auf Lilli zu sprechen und
schwärmte in den höchsten Tönen - was auch sonst,
schließlich ist sie ja auch genial - und darauf hin buchte
sie Lilli direkt für einen baldigen Event in Berlin im
Tränenpalast. Na wenn das kein Zeichen ist?! Ach und Herr
Lükker tritt bald auf der Tromm im Odenwald auf. Auch sonst
war der Tag recht erfolgreich. Dauernd schauten mir die Männer
hinterher und hinter mir hergepfiffen wurde auch immer wieder.
Ach, das Leben kann so schön sein! Wenn auch das Wetter
es leider nicht mehr so gut mit uns meint. Letzte Nacht dachte
ich unser letztes Stündlein hätte geschlagen und,
dass wir doch besser in ein Hotel gezogen wären. Ich hatte
den Eindruck die Welt würde untergehen. Es tobte ein dermaßenes
Unwetter. Mich hätte nicht gewundert, wenn unser Wohnwagen
in Kansas gelandet wäre! (Paula, I think we are not over
the rainbow anymore!) Anyway, es ging ja alles gut, nur die
Morgenzigarette auf der Terrasse machte nicht so viel Spaß.
Die Nachbarin amüsierte sich königlich, um nicht zu
sagen lag schallend lachend auf dem Boden, als sie mich im Schlafsack
eingemummelt eine qualmen sah. Ich war schließlich nicht
auf outdoor Events eingestellt! |
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| 01.04.2003 |
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Heute begann die Messe. Die Plakate mit unserer
Standnummer waren bestens plaziert, der Kaffee gekocht, die
Fressalien ausgelegt und die Musik am laufen. Die Kundschaft
durfte kommen. Die ursprüngliche Freude über den vermeintlich
freien Platz vis a vis unseres Standes wurde jedoch sichtlich
getrübt. Hatten sich dort doch am Montag Stelzenläufer
aufgebaut. Das wäre im Grunde ja noch nicht weiter schlimm.
Das Schlimme war, dass sie so einlullende Enya Musik laufen
ließen und Pan (das Kostum hatte echt schon bessere Tage
gesehen!) mit seiner Wampe versuchte sich wie eine Katze zu
bewegen. (Frei nach dem Motto "Ma, wo sind die Clowns?!")
Der Zauberer von schräg gegenüber bastelte jeder vorbeikommenden
Frau eine Rose aus Servietten und die Nachbarn fanden es toll
Räucherstäbchen anzumachen. Na super. Ich machte mich
erstmal vom Acker, um zu sehen, was und wer sich so alles präsentierte.
Es war ein Who is Who der Kleinkunst. Ich wußte gar nicht
wie viele Zauberer und Clowns es in unserer Republik gibt. Zu
meiner Freude traf ich auch einige andere Comedy KünstlerInnen
aus Köln oder zumindest deren Agenturen. So waren die Frizzles
und Kutschallas vertreten, Tante Lilly und Herr Lükker
traf ich, Betty La Minga und Iris Lomouyette, die in zwei beziehungsweise
vier Wochen bei uns auftreten werden konnte ich sprechen und
einen Stand up Comedian namens Keirut Wenzel akqurierte ich
auch noch!
So richtig erschütterndes gab es eigentlich nicht. Gut,
so machen walking act hätte man sich sparen können
und nicht jede Musik, die von den Ständen an mein Ohr drang
war wirklich als Genuß zu bezeichnen, aber auch solche
Künstler muß es wohl geben, sonst wüßte
man ja gar nicht wie gut es uns in Köln mit den Sängerinnen
und Sängern beziehungsweise Comedians geht! |
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