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| 28.06.2002 |
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| Carlos, oh, mein, Gott! Wenn ich
an heute Mittag denke werde ich jetzt noch feucht. Wenn meine
Massage Termine rum sind werde ich eine Therapie anfangen müssen.
Ich breche jetzt schon in Panik aus, wenn ich daran denke, dass
ich nur noch vier Termine habe. Als ich Gabi und Nelly von meinem
heutigen Erlebnis erzählte - die beiden haben mein Tagebuch
noch nicht entdeckt - klebten sie mir förmlich an den Lippen
- fast wie Carlos. Ich mußte ihnen en detail erzählen
was er mit mir heute anstellte. Danach meinte Nelly sie habe
fürchterliche Rückenverspannungen! Von wegen, meinen
Carlos kriegt sie nicht. Also entweder bekomme ich noch weitere
Massagen verschrieben, oder ich brauche einen zusätzlichen
Job, um mir meine wöchentlichen Streicheleinheiten zu holen.
Oder ich schmeiß mich an ihn ran und hoffe, dass er nicht
schon vergeben ist und mir sämtliche Illusionen raubt.
Auf jeden Fall werde ich mir in meinem Urlaub nächste Woche
erstmal eine Ganzkörpermassage gönnen. (Scheiße,
jetzt hätte ich mich fast verbrannt. Vor lauter Schwärmerei
fiel mir die Zigarette aus dem Aschenbecher ins Bett. Jetzt
brauche ich ein neues Bettlaken - super!) Na egal, auf jeden
Fall schlafe ich mit süßen Gedanken an Carlos ein! |
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| 27.06.2002 |
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| Siebenschläfer - genau so fühle
ich mich heute. Ich komme überhaupt nicht in die Puschen!
Deshalb ging ich heute auch mal wieder ins Kino. Der neue Sandra
Bullock Film "Murder by numbers" kam raus und ich
muss sagen, gut gemacht. Ich merkte nur, dass der Streifen Überlänge
hatte, da sich meine Blase und die Nikotinsucht meldeten. Er
hatte zwar kein surprise ending, aber gut gemacht war er allemal.
Diese perfide und successive Auflösung des Tathergangs
war echt ekelig - also genau nach meinem Geschmack! |
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| 26.06.2002 |
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Glück gehabt, die Türkei
hat verloren. Gegönnt hätte ich es ihnen ja, seit
1954 das erste mal wieder bei der WM dabei und so weit gekommen,
aber das Ergebnis am Sonntag, egal ob Deutschland oder die Türkei
gewonnen hätte... Ich hätte mich zuhause verbarrikadiert!
Mein Vereehrer hat sich wieder gemeldet. Eine Woche lang keine
Silbe von ihm und jetzt schlägt er ein Treffen in zwei
Wochen vor. Als hätte ich so was nötig!
Und wie ich's nötig habe. Er hat eine so nette Stimme.
Er ist zwar liiert, aber er hat mich ja auch noch nicht kennengelernt!
Boo (wie schreibt man das eigentlich?! so ein Ballermann "boo
ei"), noch vier Tage bis zum Grand Prix Schock und eine
Woche bis zum CSD. Die Vorbereitungen überschlagen sich.
Zum Glück habe ich tatkräftige Unterstützung
von Gabi und Nelly. Ich freue mich schon auf den Schock und
den Auftritt auf der Heumarkt Bühne. Okay, das bedeutet
noch viele Proben, aber das Ergebnis wird sich sehen lassen
können. Auf jeden Fall haben alle Beteiligten bisher viel
Spaß dabei. Fast wie zu den Anfangszeiten des Kulturschocks! |
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| 25.06.2002 |
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Gestern war ich ja bei der Massage
- die Freude auf Carlos war berechtigt. Zwanzig Minuten pure
Lust, auf Rezept! Nicht, dass der therapeutische Effekt ausser
Acht gelassen worden wäre, nein, aber dieses gewissen 'je
ne sais quoi', das Carlos bietet - hach, es ist einfach wunderbar.
Im Laden war heute fast tote Hose. Alle hingen vor der Glotze,
um das Spiel Deutschland - Südkorea anzuschauen. Gezwungener
Maßen schaute ich halt auch mal hin. Also irgendwie ist
es doch ein ödes Spiel, oder liegt es an den Deutschen,
die es nicht wirklich nötig haben sich anzustrengen?! (Sagen
zumindest alle, die was von Fußball verstehen!)
Nach dem Job fuhr ich zu "meiner" Agentur, um mit
meinen AgentInnen zu reden und mir ihre neuesten Errungenschaften
anzuschauen und über unsere gemeinsame Zukunft zu reden.
Alles in allem ein nicht wirklich aufregender Tag, aber bald
gehe ich ja wieder zur Massage! |
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| 23.06.2002 |
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Heute war die Nacht noch kürzer.
Wanda, die eigentlich mit mir ein Zimmer teilen sollte, quartierte
mich kurzer Hand heute Nacht aus. Auf der Couch war es wirklich
nicht bequem. Wenigstens sprach Wanda wieder mit mir.
Nach dem Frühstück mußte sie sich leider schon
wieder verabschieden, weil Steve so arge Sehnsucht nach ihr
hatte. Es war schön mal wieder mit ihr ein paar Stunden
verbracht zu haben.
Den Tag verbrachten wir damit Gabi die Choreographie von "Daylight"
beizubringen, was recht lustig war, da wir dies auf der Terrasse,
mit Blick auf Bad Fredeburg taten. Ich wette halb Fredeburg
saß mit Feldstechern hinter den Gardinen auf der Lauer,
um uns zu beobachten.
Gegen fünf fuhren wir nach Hause - ich wieder im Heck,
Nelly und Möhrchen im Font - und Gina, Gabi und Marco im
anderen Wagen. Bereits nach fünf Minuten hatten wir die
drei abgehängt und nach weiteren zehn Minuten erreichte
mich eine SMS von Gabi mit der Frage: "Warum machen Kopfschmerztablette
eigentlich nicht das, was ihr Name verspricht?!" Bei Olpe
konnte ich Möhrchen endlich überzeugen, dass ich unbedingt
bei einem Fast Food Konzern mit goldenen Bögen was essen
müßte, weil ich doch diese vitaminfreie Diät
von meinem Arzt verschrieben bekommen hatte. Danach hielt uns
nichts mehr auf in die Zivilisation zurückzukehren.
Dies war das schönste Wochenende seit langem und ich bin
sicher, das wird nicht der letzte Ausflug der Schocklett's geblieben
sein - vielleicht das nächste Mal ja mit noch mehr Beteiligten! |
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| 22.06.2002 |
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Meine erste Nacht auf dem Lande,
diese Stille und Ruhe - schrecklich! Keine grölenden Kneipenbesucher
oder Fußballfans mit "Olé, olé, olé,
olé". Dafür eine kreischende Gina, die mich
zu nachtschlafender Zeit (11.00h) mit einem freudigen "Mogääään"
weckte, das ich mit einem gekonnten Wurf meines Kopfkissens
im Keim erstickte. Sie war eingeschnappt, ich hatte meine Ruhe!
(Fast so gut wie Kopfschmerzen, nur leider nicht so dauerhaft!)
Wie nicht anders erwartet mußte ich auf mein Frühstück
im Bett verzichten und stattdessen von wild gemusterterten Tellern
und aus Penny-Tassen am Eiche-rustikal Küchentisch das
reichhaltige petit déjeuner einnehmen. Nach der ersten
Tasse Kaffee und der dritten Zigarette war Gina wieder sendebereit!
Gabi meinte auch direkt ihren Senf zu meinem Tagebuch beigeben
zu müssen. "Deine Interpunktion ist ja echt schlecht!"
Was geht die meine Interpunktion an!? Soll sie sich doch erstmal
um ihren Spliss kümmern!
Nachdem wir gespeist hatten - mit Mühe konnte ich mir ein
Brötchen sichern - gingen Möhrchen, Gabi und Nelly
schoppen. Marco, Gina und ich unterhielten uns derweilen über
unsere Eskapaden der letzte Woche. Gut, genaugenommen lauschte
ich nur neidisch den beiden, da mir - außer Carlos - ja
keiner Interesse schenkte! Als wir wieder vereint waren entschlossen
wir uns - außer Gina - eine Runde Volleyball spielen zu
gehen. Leichter gesagt als getan. Dank der vorurteilsbestätigenden
Orientierungslosigkeit von Gabi wanderten wir bergauf und bergab,
bis wir endlich das glorreiche Land fanden, wo wir unbeschwert
spielen konnten (erinnerte mich eher an "Transen enthemmt"!).
Gina belästigte derweilen ahnungslose, alleinerziehende
Männer mit deren Kindern im Swimmingpool.
Völlig erschöpft und hungrig bis unter beide Arme,
kehrten wir nach 15min baggern nach Hause zurück. Nelly,
Marco und ich faßten uns ein Herz und stürzten uns
letztlich auch noch in die Fluten. Gina hatte mittlerweile dafür
gesorgt, dass wir den Pool für uns alleine haben sollten.
Kaum ins Becken gestiegen zerfloss, binnen Sekunden, schon mein
make-up und die Frisur war auch am Arsch (obwohl ich in bester
Esther Williams Technik den Kopf über Wasser hielt). Aber
gegen die Bugwelle von Gina, die eisern ihre zehnte Bahn schwamm,
(durch das 5-Meter Becken) kam ich einfach nicht an! Zeitweilig
hatte ich das Gefühl beim "wale watching" zu
sein (Nelly hat seit der Trennung von Mr.Bob wohl doch ein wenig
zu oft die Kühlschranktür geöffnet!).
Irgend wann entschlossen wir uns dann doch noch ein wenig zu
entspannen bis Wanda ankommen sollte, um dann gemeinsam zu unserer
Grillhütte zu wandern. (Hätte ich geahnt, dass so
viel Sport in dieses Wochenende involviert sein würde hätte
ich Migräne gefaket!)
An der Hütte angekommen, hatten Gabi und Gina, die mit
dem Wagen die Fressalien transportierten, bereits den Tisch
gedeckt und den Grill angeschmissen. Das tröstet doch sehr
über den beschwerlichen Marsch, der hinter uns lag, hinweg.
Endlich wieder essen und genießen. Dachte ich! Gabi gönnte
uns die Ruhe nicht. Nein, sie mußte mit einem Kriminalspiel
den Abend aufpeppen. Als hätten Wanda's Geschichten nicht
mindestens für eine Woche gereicht! Jeder schlüpfte
in eine Rolle und sollte herausfinden wer der Mörder oder
die Mörderin des John Harper war. Wanda drehte voll auf.
Mit kriminalistischen Gespür löchterte sie alle Beteiligten
und lenkte so immer wieder geschickt von sich und ihrem möglichen
Motiv ab. Nach vier Stunden übelster Beschimpfung und Verleumdung
(eigentlich doch ganz lustig dieses Spiel) hatten wir den Mörder,
der sein Opfer köpfte, gefaßt. Wanda und Gabi hatten
sich dermaßen in die Mordesstimmung versetzt, dass sie
bei jedem kleinsten Geräusch, in dieser Vollmondnacht,
zusammenzuckten. Mitten im Wald gab es natürlich genügend
Geräusche, die die Beiden in Angst und Schrecken versetzen
konnten. Zum Glück lag uns ja nur noch ein kurzer Weg von
30 Minuten, durch den stock dunklen Wald, vor uns. Dank meiner
Off-Road-High-Heels mit Spikes, die ich von Nelly, nicht für
120, nicht für 110 und nicht für 100 Euro, sondern
nur 99,95EUR, erwarb, konnten wir (Nelly und ich) den Rest abhängen,
um uns in gebührendem Abstand in den Farn zu werfen und
den Angsthasen aufzulauern. Die, um ihre Angst zu vertreiben,
ein lustiges "Kumbaja Mylord" Einstimmenden, unterbrachen
ihren Gesang immer nur, um düstere Drohungen auszusprechen
wie "Ich spreche kein Wort mehr mit Dir, wenn Du mich erschreckst!"
(Als würde mich so was abhalten!) Natürlich hatte
der Sprung aus dem Gebüsch seinen gewünschten Erfolg
und den Rest des Weges begleitet uns ein von Herzen kommendes
"Ich hasse Euch, ich hasse Euch, ich hasse Euch - drop
dead, drop dead, drop dead!".
Zuhause angekommen gingen alle gleich ins Bett! |
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| 21.06.2002 |
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Mich hat doch tatsächlich jemand
erstaunt gefragt, ob ich nicht Fußball schauen würde!
- As if! - Da schau ich mir lieber das offene Bein meines Großvaters
an, oder die Fashion Awards, oder die Oscar Verleihung.
Im Laden hänge ich zur Zeit nur vor dem Rechner und mache
die Bestellungen für Parfum, Strumpfhosen und sonstige
Pflegeartikel. Jetzt arbeite ich schon seit 7 Jahren hier, aber
an diese Billigprodukte von Nivea kann ich mich immer noch nicht
gewöhnen. Das liegt wohl daran, dass ich so was billiges
nicht benutze.
Nach der Arbeit ging's zur Massage - Carlos ich komme geeilt!
Weit gefehlt mein schlimmster Alptraum wurde war. Carlos nicht
da. Gut Pière massierte mich auch wie ein junger Gott,
aber wo waren die Leidenschaft und die Erotik.
Beim Vereinbaren der nächsten Termine spinkste ich in den
Planer und konnte dadurch geschickt alle zukünftigen Termine
so legen, dass Carlos mich kneten wird! Das ist seit Langem
das erste mal, dass ich mich Freitags schon auf Montag freue!
Frisch und entspannt traf ich mich mit den Schocklett's, um
mit ihnen ins Wochenendparadies Bad Fredeburg zu fahren. Ich
im Wagen von Möhrchen, mit Nelly im Font und mir im Heck.
Der andere Wagen besetzt mit Gina am Steuer, Marco und Gabi.
Das war's schon. Der Rest der Schocklett's kann leider nicht,
nur Wanda wird morgen noch nachkommen. Sie kommt glaube ich
erst heute aus ihren Flitterwochen zurück und will uns
brühwarm und en détail alles berichten.
Hier im Heck kann ich schön ungestört meinen Gedanken
freien Lauf lassen, na gut, ich denke nur an Carlos, aber trotzdem
ungestört. Jetzt versucht Gina uns zu überholen, klappt
aber nicht. Sie hat zwar abgenommen, Dank Blinddarmdurchbruch
und Cola Light, aber trotzdem - gegen den Mercedes von Möhrchen
hat sie nunmal keine Chance.
Gabi wünscht sich bestimmt gerade, dass Gina wieder Kopfschmerzen
hat, wie damals in Den Bosch, da war Gina plötzlich kaum
noch wahrzunehmen...
Wo liegt eigentlich das Hochsauerland - sind wir nicht bald
da?! Gezwungenermaßen machten wir Rast - was für
ein Fehler! Nelly packte sofort ihren Tapeziertisch aus und
verkauft Rheumadecken, nein nicht nur Decken, sondern auch 2ha
Land, mit Kuh (BSE frei), Topfllappen - selbstgehäkelt
und emaillierte Herdplattenabdeckungen und alles nicht für
100, nicht 90, nicht 80Euro, NEIN für nur 79,95EUR.
Gabi rannte direkt zum Coifför, wo sie eine geschlagene
Stunde hängen blieb. Trager Weise nicht am Friseur, der
echt schnuckelig war, sondern am Türrahmen!!!
Schließlich kamen wir doch noch an! Im Zimmer blendete
mich erst einmal die Tischdecke in Patchwork Optik, dann die
Kissen mit Knick im Doppelbett, über dem ein röhrender
Hirsch auf der Alm hing!
Gabi stürtze sich direkt auf den Balkon und trällerte
"Don't cry for me Argentina", woraufhin eine ziemlich
irritiert wirkende Nachbarin uns dennoch recht freundlich begrüßte.
Gina warf sich auf die Couch und zappte sich durch die Sateliten-Kanäle,
Möhrchen inspizierte dirkekt die Nasszellen im Keller (ok
den Swimming Pool), Nelly zählte ihr Geld, Marco verschwand
auf dem Klo, um nach 3 Stunden endlich mal wieder ein stilles
Örtchen zu finden und ich rauchte mir erstmal eine.
Bad Fredeburg - here we are! |
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| 19.06.2002 |
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Heute war's endlich wieder so weit.
Ich ging zu meinem Physiotherapeuten - nichts ahnend. Wie immer
ging's zuerst unter die Heißluft - quasi ein Solarium
ohne UV A + B Strahlung. (Was für eine Vergeudung!) Nach
10min rösten stand er neben mir, nicht Pière, sondern
seine Aushilfe Carlos.
Ohne ein Wort zu reden begann er mit seinen muskulösen
Händen meine zarten Lenden zu kneten. Scheinbar zufällig
presste sich sein Gemächt gegen meine Hand. Seine Hände
waren plötzlich überall. Verzweifelt versuchte ich
mich zu entspannen, die Hitze, die in mir aufstieg zu unterdrücken.
Zwanzig Minuten Leidenschaft pur, wortlos, nur Muskeln, nackte
Haut, Öl, das sich mit meinem Schweiß verband und
Hände.
Alles auf Rezept - ich sehne mich schon nach Freitag und CARLOS! |
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| 16.06.2002 |
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An diesem sonnigen Sonntag fuhr ich
mit Gabi Glitter, Melanie Mansfield, Nelly van Sale und Marco
nach Düsseldorf! (Man darf es ja nicht
laut sagen.) Wir hatten die Freude im Culture Club aufzutreten.
Die Gastfreundschaft, die wir erfuhren war in keinster Weise
zu übertreffen. Wir hatten eigene Garderoben mit unseren
Namen an der Tür! Die Temperatur, die üblicher Weise
nur auf der Bühne zu finden ist fanden wir allerdings auch
hier. Mein Lippenstift verflüssigte sich! Die Kulturetten
sollten überlegen die Räumlichkeiten während
der Sommerpause an die Weightwatchers zu vermieten, oder eine
zweite Location für die Phönix anzubieten.
Olga aus der Kolchose erinnerte uns doch ein wenig an Michelle.
Ihre Lippen folgten dem Text auf Schritt und Tritt. Mir als
Urschocklette kam dabei auch noch Frank Rudloff in den Sinn,
der uns ja nach 3 Jahren reger Anteilnahme doch irgendwann als
Gast verließ, um auf seine Tournee durch alle Seniorenheime
der Eifel und des Sauerlands zu gehen. Manchmal muß man
wohl dem Ruf der Wildnis folgen.
Wir, die Schocklett's werden sicherlich dem Ruf der Kulturetten
nächste Saison gerne das eine oder andere mal folgen und
sei es "nur", um Ralf (er ist noch Single - warum
nur???!) in seiner Turnhose beim talken zusehen zu können! |
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| 15.06.2002 |
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Europride hat begonnen. Obwohl ich
nur mal eben ein paar neue Lack - und Gummidessous kaufen gehen
wollte verschlug es mich dann doch noch auf's Kettengassen Straßenfest.
Notwendig war das aber nicht. Gut, der rote Teppich war ganz
nett, aber alles in allem war es wie ein gewöhnlicher Samstagmittag
vor dem Barflo respektive Era, alle waren schön und schöner
und wollten gesehen werden. Der Unterschied lag nur darin, dass
Dich keiner sah, weil's viel zu voll war!
Abends war ich im Gürzenich zur Eröffnungsgala des
TC Seitenwechsels. Holla die Waldfee. Das haben sich die Veranstalter
ja einiges kosten lassen. Begrüßt wurde man mit klassischer
Musik eines Kammerorchesters auf der Freitreppe. Im Saal viel
Platz, um gesehen zu werden. Das hatten sie sich allerdings
bestimmt anders vorgestellt, aber bei 38EUR Eintritt wunderte
mich die recht geringe Zahl an Gästen nicht wirklich. Wo
Joschkar allerdings blieb wußte niemand! (Er hatte wohl
Bedenken mit mir in der Öffentlichkeit gesehen zu werden!)
Wie üblich fing die Festivität mit Verspätung
an (woran mag das wohl liegen, dass lesbischwule Veranstaltungen
nie pünktlich beginnen?!)
Letztlich fing es ja dann doch mal an und das Moderatoren Paar
Marion Scholz und Holger Edmaier brillierten mit Tanz-, Gesangs-,
Wort-, Improvisations-, Show- und Turneinlagen! Ich hätte
es nicht besser machen können, außer sicherlich auf
High heels zu laufen. Ich arbeite jetzt noch daran das Bild
von Holger in Plateauschuhen aus meinem Gedächtnis zu streichen.
Zum Tanzen kamen die Gäste wohl recht wenig, dafür
waren das Lateinturnier und die divaeske Dana aus Hannover echte
Glanzlichter.
Alles in allem ein wirklich herrlicher Abend (wie Tante Heppi
jetzt sagen würde!). |
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| 14.06.2002 |
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So das Esszimmer ist soweit renoviert.
Mal sehen was der Tag noch Neues bringt!
Die Pillen wirken zwar supergut, meine Schulterschmerzen sind
weg, doch dafür hab ich jetzt das Gefühl ich wäre
auf einem Bullemie Kongreß - ich glaub ich muß k...! |
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| 13.06.2002 |
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| Sh..! Jetzt hat mich doch glatt eine
Sommerbronchitis erwischt. Dabei hatte ich doch beim letzten
nächtlichen Bummel extra die Ango... - ach lassen wir das
Jammern. Ich hau mir ein paar von diesen wunderbaren Pillchen
rein, dann geht's mir gleich besser. Jetzt muss ich auch noch
mein blind date canceln! sh..! |
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| 11.06.2002 |
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What happened so far?! Ich war in
Hamburg auf dem CSD. Das Volk lag mir zu Füßen, was
eventuell auch an meinen 15cm High Heels gelgen haben mag. Die
Parade, die einen Bruchteil unser Kölner Parade ausmachte
findet hier Samstags statt. Das hat den Vorteil, dass die Menschen
in der Innenstadt davon völlig überrascht werden.
Hier ist es Ritual sich der Parade anzuschließen. Folglich
folgte ich der hanseatischen Tradition und scherte bei "Amantes"
in die Demo. Das Gute war, selbst wenn ich meine Mädels
aus den Augen verlor - alle 3 gingen mir gerade mal bis zum
Busen - konnten sie mich jederzeit wiederfinden, da ich über
alle anderen herausragte. Eisern folgte ich dem LKW - der in
Köln spätestens am Neumarkt steckengeblieben wäre
aufgrund seiner Größe - auf dem 3 stündigen Weg über
Kopfsteinpflaster und Bahngleise. Obwohl ich meine bequemsten
Stöckel anhatte war ich doch froh, als wir endlich am Jungfernstieg
am Straßenfest ankamen und ich mir ein Käffchen gönnen
konnte. Das Straßenfest erinnerte mich an den ersten CSD
in Köln in der Stephanstraße vor dem CHAINS. Das
waren noch Zeiten.
Abends ging es auf die Cap San Diego. Ob die diese Location
gewählt haben wegen der Initialen? Das Schiff an der Landungsbrücke
hat 5 Decks und hatte 4 dancefloors. So war für mich hinten
auf dem Heck, wo sie 80's Musik spielten, auch was dabei - und
ich meine nicht nur die Musik...
Kölner traf ich im übrigen auch reichlich. In der
Szene ist man eben niemals alleine!
Alles in allem war es ein gelunges Wochenende. Der leider zu
kurze Auftritt von DUOTICA war natürlich wieder wunderbar.
Endlich konnte Holger mal ein wenig von seiner angeborenen Zurückhaltung
vergessen und seinen bare-naket belly zeigen. Bei ihm würde
ich gerne mal T-Shirt sein. Das gleiche gilt natürlich
für Thommy von BaarbieQ ("das Beste was der Kulturschock
jemals bot" laut RIK), dessen Auftritt am Sonntag (sie
traten bereits am Samstag auf) leider abgesagt wurde, weil die
Partnerin sich nicht wohl fühlte. |
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| 06.06.2002 |
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Oh what a day. Heute wühlte
ich mich durch endlose Akten und Liebesbriefe - ich meine wenn
Peitsche, dann natürlich auch das Zuckerbrot! Zwischendurch
nahm ich mir eine kleine Auszeit und ging in "Spiderman".
Cute wie der Maguire feststellt, dass er sich verändert
hat... endlich wieder ein guter Phantasy Film, nach dieser "Blade
2" Pleite. Ich habe einen anonymen Verehrer, wie aufregend.
Jetzt noch schnell das nötigste packen, damit ich morgen
frisch und erholt nach Hamburg zum CSD fahren kann. CU liebes
Tagebuch |
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| 05.06.2002 |
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| Hatte ich mich doch geirrt. Da plant
der liebe Thomas noch einen kleinen Fehler ein, nur um mich
heute früh schon wieder auf seinem Stuhl zu haben! HEUTE
hat er aber nicht gebohrt! Anschließend ging ich zu meinem
Finanzberater (fiep, he's so cute, aber bestimmt schon vergeben!).
Ich fürchte ich muss nach Luxemburg auswandern. Naja, mal
sehen. Vielleicht läßt es sich ja verhindern. |
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| 04.06.2002 |
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Heute war Arzttag angesagt.
Ich ließ mir mal wieder das Esszimmer renovieren. Thomas
hat wie immer zweieinhalb Stunden meine Sprachlosigkeit ausgenutzt!
Aber dafür habe ich ja mein Tagebuch, in dem ich zurückschlagen
kann. Nagut, eigentlich gibt es nix zu monieren. Er macht seine
Job schließlich sehr sorgfältig! Aber unfair ist
er trotzdem!
Nachmittags ging ich, nachdem ich mal wieder Massagen für
meine kaputten Schultern verschrieben bekam (dieser Arzt ist
soooo attraktiv!), zu meinem schwulen Masseur. Da der aber noch
nicht aus der Mittagspause zurück war mußte ich irgendwie
die Zeit überbrücken. Ich richtete mir mein Boudoir
neu ein. |
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| 03.06.2002 |
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| Müssen Künstler immer dieses
Vorurteil bestätigen, dass sie unzuverlässig seien?
Was ist es nur, dass ich immer wieder enttäuscht bin, wenn
das passiert. Ich hätte mich doch mittlerweile daran gewöhnen
sollen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich in manchen Künstlern
nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde sehe und an die habe
ich nunmal doch Erwartungen, denen sie nicht gerecht werden
können. Ich muss unbedingt mit meinem Therapeuten nochmal
darüber sprechen. |
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| 02.06.2002 |
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| Muß ich mir das sagen lassen?
Heute behauptet ein Freund von mir ich sei zu nett! Daran läge
es, dass kein Mann an einer festen Beziehung mit mir interessiert
sei! Ich weigere mich das zu glauben. Okay, ich bin nett, aber
doch nicht NETT! Reicht es nicht billig zu sein? Muß ich
jetzt auch noch arrogant und gemein werden? |
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| 01.06.2002 |
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| Mein Mountain-Bike ist platt. Kaum
benutzt man das Ding mal für ein halbes Jahr nicht, lagert
es trocken und geschützt in der Wohnung ein, schon fühlt
es sich ungeliebt und dankt es mit einem Plattfuß! Wie
soll ich jetzt mein tägliches work-out bewältigen?! |
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