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Juni 02  
 
Carlos, oh, mein, Gott! Wenn ich an heute Mittag denke werde ich jetzt noch feucht. Wenn meine Massage Termine rum sind werde ich eine Therapie anfangen müssen. Ich breche jetzt schon in Panik aus, wenn ich daran denke, dass ich nur noch vier Termine habe. Als ich Gabi und Nelly von meinem heutigen Erlebnis erzählte - die beiden haben mein Tagebuch noch nicht entdeckt - klebten sie mir förmlich an den Lippen - fast wie Carlos. Ich mußte ihnen en detail erzählen was er mit mir heute anstellte. Danach meinte Nelly sie habe fürchterliche Rückenverspannungen! Von wegen, meinen Carlos kriegt sie nicht. Also entweder bekomme ich noch weitere Massagen verschrieben, oder ich brauche einen zusätzlichen Job, um mir meine wöchentlichen Streicheleinheiten zu holen. Oder ich schmeiß mich an ihn ran und hoffe, dass er nicht schon vergeben ist und mir sämtliche Illusionen raubt. Auf jeden Fall werde ich mir in meinem Urlaub nächste Woche erstmal eine Ganzkörpermassage gönnen. (Scheiße, jetzt hätte ich mich fast verbrannt. Vor lauter Schwärmerei fiel mir die Zigarette aus dem Aschenbecher ins Bett. Jetzt brauche ich ein neues Bettlaken - super!) Na egal, auf jeden Fall schlafe ich mit süßen Gedanken an Carlos ein!
 
 
Siebenschläfer - genau so fühle ich mich heute. Ich komme überhaupt nicht in die Puschen! Deshalb ging ich heute auch mal wieder ins Kino. Der neue Sandra Bullock Film "Murder by numbers" kam raus und ich muss sagen, gut gemacht. Ich merkte nur, dass der Streifen Überlänge hatte, da sich meine Blase und die Nikotinsucht meldeten. Er hatte zwar kein surprise ending, aber gut gemacht war er allemal. Diese perfide und successive Auflösung des Tathergangs war echt ekelig - also genau nach meinem Geschmack!
 
 
Glück gehabt, die Türkei hat verloren. Gegönnt hätte ich es ihnen ja, seit 1954 das erste mal wieder bei der WM dabei und so weit gekommen, aber das Ergebnis am Sonntag, egal ob Deutschland oder die Türkei gewonnen hätte... Ich hätte mich zuhause verbarrikadiert!

Mein Vereehrer hat sich wieder gemeldet. Eine Woche lang keine Silbe von ihm und jetzt schlägt er ein Treffen in zwei Wochen vor. Als hätte ich so was nötig!
Und wie ich's nötig habe. Er hat eine so nette Stimme. Er ist zwar liiert, aber er hat mich ja auch noch nicht kennengelernt!

Boo (wie schreibt man das eigentlich?! so ein Ballermann "boo ei"), noch vier Tage bis zum Grand Prix Schock und eine Woche bis zum CSD. Die Vorbereitungen überschlagen sich. Zum Glück habe ich tatkräftige Unterstützung von Gabi und Nelly. Ich freue mich schon auf den Schock und den Auftritt auf der Heumarkt Bühne. Okay, das bedeutet noch viele Proben, aber das Ergebnis wird sich sehen lassen können. Auf jeden Fall haben alle Beteiligten bisher viel Spaß dabei. Fast wie zu den Anfangszeiten des Kulturschocks!
 
 
Gestern war ich ja bei der Massage - die Freude auf Carlos war berechtigt. Zwanzig Minuten pure Lust, auf Rezept! Nicht, dass der therapeutische Effekt ausser Acht gelassen worden wäre, nein, aber dieses gewissen 'je ne sais quoi', das Carlos bietet - hach, es ist einfach wunderbar.

Im Laden war heute fast tote Hose. Alle hingen vor der Glotze, um das Spiel Deutschland - Südkorea anzuschauen. Gezwungener Maßen schaute ich halt auch mal hin. Also irgendwie ist es doch ein ödes Spiel, oder liegt es an den Deutschen, die es nicht wirklich nötig haben sich anzustrengen?! (Sagen zumindest alle, die was von Fußball verstehen!)

Nach dem Job fuhr ich zu "meiner" Agentur, um mit meinen AgentInnen zu reden und mir ihre neuesten Errungenschaften anzuschauen und über unsere gemeinsame Zukunft zu reden.

Alles in allem ein nicht wirklich aufregender Tag, aber bald gehe ich ja wieder zur Massage!
 
 
Heute war die Nacht noch kürzer. Wanda, die eigentlich mit mir ein Zimmer teilen sollte, quartierte mich kurzer Hand heute Nacht aus. Auf der Couch war es wirklich nicht bequem. Wenigstens sprach Wanda wieder mit mir.

Nach dem Frühstück mußte sie sich leider schon wieder verabschieden, weil Steve so arge Sehnsucht nach ihr hatte. Es war schön mal wieder mit ihr ein paar Stunden verbracht zu haben.

Den Tag verbrachten wir damit Gabi die Choreographie von "Daylight" beizubringen, was recht lustig war, da wir dies auf der Terrasse, mit Blick auf Bad Fredeburg taten. Ich wette halb Fredeburg saß mit Feldstechern hinter den Gardinen auf der Lauer, um uns zu beobachten.

Gegen fünf fuhren wir nach Hause - ich wieder im Heck, Nelly und Möhrchen im Font - und Gina, Gabi und Marco im anderen Wagen. Bereits nach fünf Minuten hatten wir die drei abgehängt und nach weiteren zehn Minuten erreichte mich eine SMS von Gabi mit der Frage: "Warum machen Kopfschmerztablette eigentlich nicht das, was ihr Name verspricht?!" Bei Olpe konnte ich Möhrchen endlich überzeugen, dass ich unbedingt bei einem Fast Food Konzern mit goldenen Bögen was essen müßte, weil ich doch diese vitaminfreie Diät von meinem Arzt verschrieben bekommen hatte. Danach hielt uns nichts mehr auf in die Zivilisation zurückzukehren.

Dies war das schönste Wochenende seit langem und ich bin sicher, das wird nicht der letzte Ausflug der Schocklett's geblieben sein - vielleicht das nächste Mal ja mit noch mehr Beteiligten!
 
 
Meine erste Nacht auf dem Lande, diese Stille und Ruhe - schrecklich! Keine grölenden Kneipenbesucher oder Fußballfans mit "Olé, olé, olé, olé". Dafür eine kreischende Gina, die mich zu nachtschlafender Zeit (11.00h) mit einem freudigen "Mogääään" weckte, das ich mit einem gekonnten Wurf meines Kopfkissens im Keim erstickte. Sie war eingeschnappt, ich hatte meine Ruhe! (Fast so gut wie Kopfschmerzen, nur leider nicht so dauerhaft!)

Wie nicht anders erwartet mußte ich auf mein Frühstück im Bett verzichten und stattdessen von wild gemusterterten Tellern und aus Penny-Tassen am Eiche-rustikal Küchentisch das reichhaltige petit déjeuner einnehmen. Nach der ersten Tasse Kaffee und der dritten Zigarette war Gina wieder sendebereit! Gabi meinte auch direkt ihren Senf zu meinem Tagebuch beigeben zu müssen. "Deine Interpunktion ist ja echt schlecht!" Was geht die meine Interpunktion an!? Soll sie sich doch erstmal um ihren Spliss kümmern!

Nachdem wir gespeist hatten - mit Mühe konnte ich mir ein Brötchen sichern - gingen Möhrchen, Gabi und Nelly schoppen. Marco, Gina und ich unterhielten uns derweilen über unsere Eskapaden der letzte Woche. Gut, genaugenommen lauschte ich nur neidisch den beiden, da mir - außer Carlos - ja keiner Interesse schenkte! Als wir wieder vereint waren entschlossen wir uns - außer Gina - eine Runde Volleyball spielen zu gehen. Leichter gesagt als getan. Dank der vorurteilsbestätigenden Orientierungslosigkeit von Gabi wanderten wir bergauf und bergab, bis wir endlich das glorreiche Land fanden, wo wir unbeschwert spielen konnten (erinnerte mich eher an "Transen enthemmt"!). Gina belästigte derweilen ahnungslose, alleinerziehende Männer mit deren Kindern im Swimmingpool.

Völlig erschöpft und hungrig bis unter beide Arme, kehrten wir nach 15min baggern nach Hause zurück. Nelly, Marco und ich faßten uns ein Herz und stürzten uns letztlich auch noch in die Fluten. Gina hatte mittlerweile dafür gesorgt, dass wir den Pool für uns alleine haben sollten. Kaum ins Becken gestiegen zerfloss, binnen Sekunden, schon mein make-up und die Frisur war auch am Arsch (obwohl ich in bester Esther Williams Technik den Kopf über Wasser hielt). Aber gegen die Bugwelle von Gina, die eisern ihre zehnte Bahn schwamm, (durch das 5-Meter Becken) kam ich einfach nicht an! Zeitweilig hatte ich das Gefühl beim "wale watching" zu sein (Nelly hat seit der Trennung von Mr.Bob wohl doch ein wenig zu oft die Kühlschranktür geöffnet!).

Irgend wann entschlossen wir uns dann doch noch ein wenig zu entspannen bis Wanda ankommen sollte, um dann gemeinsam zu unserer Grillhütte zu wandern. (Hätte ich geahnt, dass so viel Sport in dieses Wochenende involviert sein würde hätte ich Migräne gefaket!)

An der Hütte angekommen, hatten Gabi und Gina, die mit dem Wagen die Fressalien transportierten, bereits den Tisch gedeckt und den Grill angeschmissen. Das tröstet doch sehr über den beschwerlichen Marsch, der hinter uns lag, hinweg. Endlich wieder essen und genießen. Dachte ich! Gabi gönnte uns die Ruhe nicht. Nein, sie mußte mit einem Kriminalspiel den Abend aufpeppen. Als hätten Wanda's Geschichten nicht mindestens für eine Woche gereicht! Jeder schlüpfte in eine Rolle und sollte herausfinden wer der Mörder oder die Mörderin des John Harper war. Wanda drehte voll auf. Mit kriminalistischen Gespür löchterte sie alle Beteiligten und lenkte so immer wieder geschickt von sich und ihrem möglichen Motiv ab. Nach vier Stunden übelster Beschimpfung und Verleumdung (eigentlich doch ganz lustig dieses Spiel) hatten wir den Mörder, der sein Opfer köpfte, gefaßt. Wanda und Gabi hatten sich dermaßen in die Mordesstimmung versetzt, dass sie bei jedem kleinsten Geräusch, in dieser Vollmondnacht, zusammenzuckten. Mitten im Wald gab es natürlich genügend Geräusche, die die Beiden in Angst und Schrecken versetzen konnten. Zum Glück lag uns ja nur noch ein kurzer Weg von 30 Minuten, durch den stock dunklen Wald, vor uns. Dank meiner Off-Road-High-Heels mit Spikes, die ich von Nelly, nicht für 120, nicht für 110 und nicht für 100 Euro, sondern nur 99,95EUR, erwarb, konnten wir (Nelly und ich) den Rest abhängen, um uns in gebührendem Abstand in den Farn zu werfen und den Angsthasen aufzulauern. Die, um ihre Angst zu vertreiben, ein lustiges "Kumbaja Mylord" Einstimmenden, unterbrachen ihren Gesang immer nur, um düstere Drohungen auszusprechen wie "Ich spreche kein Wort mehr mit Dir, wenn Du mich erschreckst!" (Als würde mich so was abhalten!) Natürlich hatte der Sprung aus dem Gebüsch seinen gewünschten Erfolg und den Rest des Weges begleitet uns ein von Herzen kommendes "Ich hasse Euch, ich hasse Euch, ich hasse Euch - drop dead, drop dead, drop dead!".

Zuhause angekommen gingen alle gleich ins Bett!
 
 
Mich hat doch tatsächlich jemand erstaunt gefragt, ob ich nicht Fußball schauen würde! - As if! - Da schau ich mir lieber das offene Bein meines Großvaters an, oder die Fashion Awards, oder die Oscar Verleihung.

Im Laden hänge ich zur Zeit nur vor dem Rechner und mache die Bestellungen für Parfum, Strumpfhosen und sonstige Pflegeartikel. Jetzt arbeite ich schon seit 7 Jahren hier, aber an diese Billigprodukte von Nivea kann ich mich immer noch nicht gewöhnen. Das liegt wohl daran, dass ich so was billiges nicht benutze.

Nach der Arbeit ging's zur Massage - Carlos ich komme geeilt! Weit gefehlt mein schlimmster Alptraum wurde war. Carlos nicht da. Gut Pière massierte mich auch wie ein junger Gott, aber wo waren die Leidenschaft und die Erotik.

Beim Vereinbaren der nächsten Termine spinkste ich in den Planer und konnte dadurch geschickt alle zukünftigen Termine so legen, dass Carlos mich kneten wird! Das ist seit Langem das erste mal, dass ich mich Freitags schon auf Montag freue!

Frisch und entspannt traf ich mich mit den Schocklett's, um mit ihnen ins Wochenendparadies Bad Fredeburg zu fahren. Ich im Wagen von Möhrchen, mit Nelly im Font und mir im Heck. Der andere Wagen besetzt mit Gina am Steuer, Marco und Gabi. Das war's schon. Der Rest der Schocklett's kann leider nicht, nur Wanda wird morgen noch nachkommen. Sie kommt glaube ich erst heute aus ihren Flitterwochen zurück und will uns brühwarm und en détail alles berichten.

Hier im Heck kann ich schön ungestört meinen Gedanken freien Lauf lassen, na gut, ich denke nur an Carlos, aber trotzdem ungestört. Jetzt versucht Gina uns zu überholen, klappt aber nicht. Sie hat zwar abgenommen, Dank Blinddarmdurchbruch und Cola Light, aber trotzdem - gegen den Mercedes von Möhrchen hat sie nunmal keine Chance.

Gabi wünscht sich bestimmt gerade, dass Gina wieder Kopfschmerzen hat, wie damals in Den Bosch, da war Gina plötzlich kaum noch wahrzunehmen...

Wo liegt eigentlich das Hochsauerland - sind wir nicht bald da?! Gezwungenermaßen machten wir Rast - was für ein Fehler! Nelly packte sofort ihren Tapeziertisch aus und verkauft Rheumadecken, nein nicht nur Decken, sondern auch 2ha Land, mit Kuh (BSE frei), Topfllappen - selbstgehäkelt und emaillierte Herdplattenabdeckungen und alles nicht für 100, nicht 90, nicht 80Euro, NEIN für nur 79,95EUR.

Gabi rannte direkt zum Coifför, wo sie eine geschlagene Stunde hängen blieb. Trager Weise nicht am Friseur, der echt schnuckelig war, sondern am Türrahmen!!!

Schließlich kamen wir doch noch an! Im Zimmer blendete mich erst einmal die Tischdecke in Patchwork Optik, dann die Kissen mit Knick im Doppelbett, über dem ein röhrender Hirsch auf der Alm hing!

Gabi stürtze sich direkt auf den Balkon und trällerte "Don't cry for me Argentina", woraufhin eine ziemlich irritiert wirkende Nachbarin uns dennoch recht freundlich begrüßte. Gina warf sich auf die Couch und zappte sich durch die Sateliten-Kanäle, Möhrchen inspizierte dirkekt die Nasszellen im Keller (ok den Swimming Pool), Nelly zählte ihr Geld, Marco verschwand auf dem Klo, um nach 3 Stunden endlich mal wieder ein stilles Örtchen zu finden und ich rauchte mir erstmal eine.

Bad Fredeburg - here we are!
 
 
Heute war's endlich wieder so weit. Ich ging zu meinem Physiotherapeuten - nichts ahnend. Wie immer ging's zuerst unter die Heißluft - quasi ein Solarium ohne UV A + B Strahlung. (Was für eine Vergeudung!) Nach 10min rösten stand er neben mir, nicht Pière, sondern seine Aushilfe Carlos.

Ohne ein Wort zu reden begann er mit seinen muskulösen Händen meine zarten Lenden zu kneten. Scheinbar zufällig presste sich sein Gemächt gegen meine Hand. Seine Hände waren plötzlich überall. Verzweifelt versuchte ich mich zu entspannen, die Hitze, die in mir aufstieg zu unterdrücken. Zwanzig Minuten Leidenschaft pur, wortlos, nur Muskeln, nackte Haut, Öl, das sich mit meinem Schweiß verband und Hände.

Alles auf Rezept - ich sehne mich schon nach Freitag und CARLOS!
 
 
An diesem sonnigen Sonntag fuhr ich mit Gabi Glitter, Melanie Mansfield, Nelly van Sale und Marco nach Düsseldorf! (Man darf es ja nicht laut sagen.) Wir hatten die Freude im Culture Club aufzutreten. Die Gastfreundschaft, die wir erfuhren war in keinster Weise zu übertreffen. Wir hatten eigene Garderoben mit unseren Namen an der Tür! Die Temperatur, die üblicher Weise nur auf der Bühne zu finden ist fanden wir allerdings auch hier. Mein Lippenstift verflüssigte sich! Die Kulturetten sollten überlegen die Räumlichkeiten während der Sommerpause an die Weightwatchers zu vermieten, oder eine zweite Location für die Phönix anzubieten.

Olga aus der Kolchose erinnerte uns doch ein wenig an Michelle. Ihre Lippen folgten dem Text auf Schritt und Tritt. Mir als Urschocklette kam dabei auch noch Frank Rudloff in den Sinn, der uns ja nach 3 Jahren reger Anteilnahme doch irgendwann als Gast verließ, um auf seine Tournee durch alle Seniorenheime der Eifel und des Sauerlands zu gehen. Manchmal muß man wohl dem Ruf der Wildnis folgen.

Wir, die Schocklett's werden sicherlich dem Ruf der Kulturetten nächste Saison gerne das eine oder andere mal folgen und sei es "nur", um Ralf (er ist noch Single - warum nur???!) in seiner Turnhose beim talken zusehen zu können!
 
 
Europride hat begonnen. Obwohl ich nur mal eben ein paar neue Lack - und Gummidessous kaufen gehen wollte verschlug es mich dann doch noch auf's Kettengassen Straßenfest. Notwendig war das aber nicht. Gut, der rote Teppich war ganz nett, aber alles in allem war es wie ein gewöhnlicher Samstagmittag vor dem Barflo respektive Era, alle waren schön und schöner und wollten gesehen werden. Der Unterschied lag nur darin, dass Dich keiner sah, weil's viel zu voll war!

Abends war ich im Gürzenich zur Eröffnungsgala des TC Seitenwechsels. Holla die Waldfee. Das haben sich die Veranstalter ja einiges kosten lassen. Begrüßt wurde man mit klassischer Musik eines Kammerorchesters auf der Freitreppe. Im Saal viel Platz, um gesehen zu werden. Das hatten sie sich allerdings bestimmt anders vorgestellt, aber bei 38EUR Eintritt wunderte mich die recht geringe Zahl an Gästen nicht wirklich. Wo Joschkar allerdings blieb wußte niemand! (Er hatte wohl Bedenken mit mir in der Öffentlichkeit gesehen zu werden!) Wie üblich fing die Festivität mit Verspätung an (woran mag das wohl liegen, dass lesbischwule Veranstaltungen nie pünktlich beginnen?!)

Letztlich fing es ja dann doch mal an und das Moderatoren Paar Marion Scholz und Holger Edmaier brillierten mit Tanz-, Gesangs-, Wort-, Improvisations-, Show- und Turneinlagen! Ich hätte es nicht besser machen können, außer sicherlich auf High heels zu laufen. Ich arbeite jetzt noch daran das Bild von Holger in Plateauschuhen aus meinem Gedächtnis zu streichen.

Zum Tanzen kamen die Gäste wohl recht wenig, dafür waren das Lateinturnier und die divaeske Dana aus Hannover echte Glanzlichter.

Alles in allem ein wirklich herrlicher Abend (wie Tante Heppi jetzt sagen würde!).
 
 
So das Esszimmer ist soweit renoviert. Mal sehen was der Tag noch Neues bringt!

Die Pillen wirken zwar supergut, meine Schulterschmerzen sind weg, doch dafür hab ich jetzt das Gefühl ich wäre auf einem Bullemie Kongreß - ich glaub ich muß k...!
 
 
Sh..! Jetzt hat mich doch glatt eine Sommerbronchitis erwischt. Dabei hatte ich doch beim letzten nächtlichen Bummel extra die Ango... - ach lassen wir das Jammern. Ich hau mir ein paar von diesen wunderbaren Pillchen rein, dann geht's mir gleich besser. Jetzt muss ich auch noch mein blind date canceln! sh..!
 
 
What happened so far?! Ich war in Hamburg auf dem CSD. Das Volk lag mir zu Füßen, was eventuell auch an meinen 15cm High Heels gelgen haben mag. Die Parade, die einen Bruchteil unser Kölner Parade ausmachte findet hier Samstags statt. Das hat den Vorteil, dass die Menschen in der Innenstadt davon völlig überrascht werden. Hier ist es Ritual sich der Parade anzuschließen. Folglich folgte ich der hanseatischen Tradition und scherte bei "Amantes" in die Demo. Das Gute war, selbst wenn ich meine Mädels aus den Augen verlor - alle 3 gingen mir gerade mal bis zum Busen - konnten sie mich jederzeit wiederfinden, da ich über alle anderen herausragte. Eisern folgte ich dem LKW - der in Köln spätestens am Neumarkt steckengeblieben wäre aufgrund seiner Größe - auf dem 3 stündigen Weg über Kopfsteinpflaster und Bahngleise. Obwohl ich meine bequemsten Stöckel anhatte war ich doch froh, als wir endlich am Jungfernstieg am Straßenfest ankamen und ich mir ein Käffchen gönnen konnte. Das Straßenfest erinnerte mich an den ersten CSD in Köln in der Stephanstraße vor dem CHAINS. Das waren noch Zeiten.

Abends ging es auf die Cap San Diego. Ob die diese Location gewählt haben wegen der Initialen? Das Schiff an der Landungsbrücke hat 5 Decks und hatte 4 dancefloors. So war für mich hinten auf dem Heck, wo sie 80's Musik spielten, auch was dabei - und ich meine nicht nur die Musik...

Kölner traf ich im übrigen auch reichlich. In der Szene ist man eben niemals alleine!

Alles in allem war es ein gelunges Wochenende. Der leider zu kurze Auftritt von DUOTICA war natürlich wieder wunderbar. Endlich konnte Holger mal ein wenig von seiner angeborenen Zurückhaltung vergessen und seinen bare-naket belly zeigen. Bei ihm würde ich gerne mal T-Shirt sein. Das gleiche gilt natürlich für Thommy von BaarbieQ ("das Beste was der Kulturschock jemals bot" laut RIK), dessen Auftritt am Sonntag (sie traten bereits am Samstag auf) leider abgesagt wurde, weil die Partnerin sich nicht wohl fühlte.
 
 
Oh what a day. Heute wühlte ich mich durch endlose Akten und Liebesbriefe - ich meine wenn Peitsche, dann natürlich auch das Zuckerbrot! Zwischendurch nahm ich mir eine kleine Auszeit und ging in "Spiderman". Cute wie der Maguire feststellt, dass er sich verändert hat... endlich wieder ein guter Phantasy Film, nach dieser "Blade 2" Pleite. Ich habe einen anonymen Verehrer, wie aufregend.

Jetzt noch schnell das nötigste packen, damit ich morgen frisch und erholt nach Hamburg zum CSD fahren kann. CU liebes Tagebuch
 
 
Hatte ich mich doch geirrt. Da plant der liebe Thomas noch einen kleinen Fehler ein, nur um mich heute früh schon wieder auf seinem Stuhl zu haben! HEUTE hat er aber nicht gebohrt! Anschließend ging ich zu meinem Finanzberater (fiep, he's so cute, aber bestimmt schon vergeben!). Ich fürchte ich muss nach Luxemburg auswandern. Naja, mal sehen. Vielleicht läßt es sich ja verhindern.
 
 
Heute war Arzttag angesagt. Ich ließ mir mal wieder das Esszimmer renovieren. Thomas hat wie immer zweieinhalb Stunden meine Sprachlosigkeit ausgenutzt! Aber dafür habe ich ja mein Tagebuch, in dem ich zurückschlagen kann. Nagut, eigentlich gibt es nix zu monieren. Er macht seine Job schließlich sehr sorgfältig! Aber unfair ist er trotzdem!

Nachmittags ging ich, nachdem ich mal wieder Massagen für meine kaputten Schultern verschrieben bekam (dieser Arzt ist soooo attraktiv!), zu meinem schwulen Masseur. Da der aber noch nicht aus der Mittagspause zurück war mußte ich irgendwie die Zeit überbrücken. Ich richtete mir mein Boudoir neu ein.
 
 
Müssen Künstler immer dieses Vorurteil bestätigen, dass sie unzuverlässig seien? Was ist es nur, dass ich immer wieder enttäuscht bin, wenn das passiert. Ich hätte mich doch mittlerweile daran gewöhnen sollen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich in manchen Künstlern nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde sehe und an die habe ich nunmal doch Erwartungen, denen sie nicht gerecht werden können. Ich muss unbedingt mit meinem Therapeuten nochmal darüber sprechen.
 
 
Muß ich mir das sagen lassen? Heute behauptet ein Freund von mir ich sei zu nett! Daran läge es, dass kein Mann an einer festen Beziehung mit mir interessiert sei! Ich weigere mich das zu glauben. Okay, ich bin nett, aber doch nicht NETT! Reicht es nicht billig zu sein? Muß ich jetzt auch noch arrogant und gemein werden?
 
 
Mein Mountain-Bike ist platt. Kaum benutzt man das Ding mal für ein halbes Jahr nicht, lagert es trocken und geschützt in der Wohnung ein, schon fühlt es sich ungeliebt und dankt es mit einem Plattfuß! Wie soll ich jetzt mein tägliches work-out bewältigen?!