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| 31.08.2002 |
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| (25) Heute war Gammeln angesagt. Außer
der Waschmaschine drehte sich heute gar nichts. Abends war
eigentlich ein Konzert von Malediva in Essen angedacht, aber
leider hatte meine geplante Mitfahrgelegenheit Migräne,
so dass ich mich kurzerhand für ein Alternativprogramm
entschloss. Ich ging in die Kaserne 13 in Ossendorf. Dort
gab es ein Open Air Konzert der "Wilden Orchideen",
"Duotica" und der "Deborah Campbell Band".
Was für ein Erlebnis. Ich kenne Duotica und Deborah ja
schon beide eine Weile unabhängig voneinander auf der
Bühne. Sie zusammen zu erleben war aber wirklich was
neues. Die sonst recht ruhigen und besinnlichen Lieder von
Holger und Marion erstrahlten in einem völlig neuen Licht,
begleitet durch ein Schlagzeug, eine E- und Bassgitarre. Das
war echt geil. Ich war so begeistert davon, dass ich jetzt
fest entschlossen bin bald mal mit Deborah aufzutreten. Lang
genug spricht sie ja davon. Jetzt kann ich mir das so richtig
vorstellen! |
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| 30.08.2002 |
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(25) Was für eine Woche. Ich hatte
schon lange nicht mehr so viel gearbeitet. Normalerweise bin
ja eher geschickt darin geschäftig auszusehen und mich
meist im Lager rumzutreiben fern von Fricka und den anderen.
Entsprechend war ich abends weder in der Lage mich mit Frau
Schmidt über den desolaten Haushalt zu streiten, noch
mich über Concitas Koch"künste" auszulassen.
Doch heute nahm ich mich mal zusammen und sammelte meine Energie,
um abends ins Programm von Gabi und Elfie Kutschalla zu gehen.
Bei ausverkauftem Haus schwitzten wir uns durch zwei Studen
Spaß. Gabi und Elfie überraschten mich mit ihrer
Virtuosität und Verwandlungsfähigkeit und sorgten
so für zwei Stunden pure Unterhaltung! Das war genau
das was mir die ganze Sommerzeit über fehlte! Ein perfekter
Wochenabschluß! |
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| 25.08.2002 |
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(25) Gegen zwölf Uhr wurde ich
durch einen Anruf von Mel geweckt. Ich hatte ihr während
des Wartens auf den Showbeginn einen SMS geschickt, aufgrund
deren sie mich besorgt anrief. Nachdem ich ihr kurz die Vorkommnisse
der letzten Nacht geschildert hatte legt ich wieder auf. Danach
brauchte ich noch etwa drei Stunden, bis ich mir den Luxus
eines Kreislaufs leisten konnte. Gabi hatte sich auch schon
wieder gemeldet und da wir noch genug Zeit hatten bis unser
Flieger zurück nach Köln gehen sollte entschlossen
wir uns noch die Sonne zu genießen. Nachdem ich meine
Gastgeberin weder zu sehen, noch zu hören bekam reisten
wir sang und klanglos ab.
Am Check-In angekommen ereilte uns die Hyobsbotschaft, dass
die beiden letzten Maschinen ausgebucht waren und wir unsere
Koffer nicht mitnehmen könnten, weil das ein Trimming
Problem gäbe. Für mich stand sofort fest, "nicht
ohne meine Koffer!" und Gabi schloß sich mir an.
Jetzt war guter Rat teuer. Aber wie das Schicksal es wollte
kam mir in den Sinn, dass ich gestern doch diesen schnuckeligen
Physiker im Kaffee kennengelernt hatte, der zur Zeit auf Europareise
war und den ich eingeladen hatte mich mal in Köln zu
besuchen. Kurzerhand rief ich ihn an, ob er nicht Lust hätte
zwei attraktive Reisebegleiterinnen auf seiner Fahrt nach
Köln zu haben. Da er meinem Charm nicht widerstehen konnte
folgte er meinem Ruf und brach direkt seine Zelte in Berlin
ab, um uns nach Hause zu fahren. Sicher hätte ich mir
eine komfortabler Rückreise erwartet, aber ohne meine
Koffer?! Die Fahrt war seit langem mal wieder was reibungsloses.
Völlig übermüdet und gerädert kamen wir
um drei Uhr in Köln an und das wo ich doch am nächsten
Tag wieder neun Stunden alleine im Laden stehen sollte! |
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| 24.08.2002 |
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| (40) Ganz so wie erwartet und erhofft
ging mein Aufenthalt in Berlin leider nicht weiter. Als
ich meinen Koffer auspackte mußte ich feststellen,
dass ich den falschen Akku für die Videokamera eingepackt
hatte. Da ich aber die Show aufnehmen wollte mußte
ein Akku her. Okay, ich hatte einen kleinen dabei, aber
das sollte mir nicht reichen. Bewaffnet mit meiner Visa
Gold Card und vielen guten Tipps, wo ich nen neuen Akku
bekäme machte ich mich auf den Weg. Nach zwei Stunden
wildem Umherirren durch das riesige Berlin gab ich mich
meinem Schicksal hin und gab die Suche auf. Ich war in zig
Läden und folgte vielen guten Ratschlägen, um
zu der Überzeugung zu kommen, dass eine Stunde Video
wohl besser ist, als vier Stunden Lola rennt nachzuspielen,
auf der Suche nach einem dusseligen Akku.
Statt dessen entschloss ich mich noch ein wenig Sonne zu
tanken und mich mit Kaffee für die lange Nacht zu pushen.
Gabi kam schließlich um sechs zu mir, damit wir uns
zusammen bei Mrs.Tupper, die schon eifrig im Luftschloss
am organisieren war, schick zu machen. Ein Freund hat uns
dann um neun abgeholt, um uns zum Ort des Spektakels nach
Berlin Mitte zu fahren. Dort angekommen setzte er uns backstage
ab, damit wir unsere Überseekoffer nicht durch die
Menschenmassen schleppen mußte. Das war leider keine
gute Idee. Nachdem ich zunächst nett begrüßt
wurde trafen wir auf einen Organisator, der uns darauf hinwies,
dass wir in diesem Bereich nichts zu suchen hatte. Wie nett.
Schließlich hatte uns keiner gesagt, wo wir sein durften.
Jetzt wußten wir aber immerhin, wo wir nicht sein
durften. Dies relativierte sich zwar recht schnell, weil
ich einen Artist Ausweis bekam - wow - aber für Gabi
hieß es weiterhin off-limits! Ziemlich sauer gingen
wir in den Zuschauerraum, um uns die Location erstmal anzuschauen
und waren von der Größe, Deko und Menschenmenge
echt angetan. Somit wurden wir doch wieder besänftigt.
Weiter ging es damit, dass ich meine Getränke nur backstage
bekam und Gabi an einer Bar frontstage - klasse Regelung.
Um zehn begann die Show auf der Hauptbühne. Motto:
Expedition ins Transgenderreich
Die drei Moderatorinnen hatten eine amüsante Moderation
vorbereitet. Leider nahmen sie sich nicht die Zeit ihre
Texte vorher auswendig zu lernen. Stattdessen lasen sie
sie vor. Ohne wesentliche Intonationen - sehr schade! Wie
nicht anders zu erwarten wurde der Showteil länger,
als geplant, aber die Beiträge waren es wert! Am besten
gefielen mir die Kings of Berlin, mit ihrer Boygroup performance.
Nach der Show schnappte ich meinen Koffer und begab mich
in meinen backstage Bereich neben der "Open Stage"
Bühne. Mir standen etwa zwei Quadratmeter zur Verfügung,
gefüllt mit einem Bistrotisch und vier Stühlen.
Hier durfte ich mich also ausbreiten. Das Lustige war, dass
die einzige Lichtquelle das Fenster zur Terrasse war, auf
der einige Gäste saßen. Ich fühlte mich
sehr an meine Zeit in Amsterdam erinnert. Also lies ich
mir von Gaby noch zwei Teelichter bringen, um ein bischen
Licht ins Dunkel zu bringen und besorgte mir noch ein paar
Bügel, um die zehn Kleider, die ich dabei hatte aufzuhängen.
Um viertel nach zwölf fragte ich vorsichtig nach, wann
die Show denn anfinge und wo die KünstlerInnen seien.
Daraufhin erfuhr ich, dass die Mikros noch auf der Hauptbühne
benötigt würden und man noch nach einem DJ suche,
weil der Ursprüngliche abgesprungen sei, oder sowas.
Um viertel nach eins wurde ich dann schließlich angesagt.
Inzwischen hatte ich meine Klaustophobie in der Garderobe
überwunden und mich von Gabi überzeugen lassen,
dass ich kein reinkarnierter Vibrator sei. (Genau so fühlte
ich mich aber in diesem kleinen, engen, dunklen, feuchten,
vibrierenden Raum mit quietschenden Hintergrundgeräuschen!)
Da ich nur einen Ablaufplan mit Namen, teilweise dazugehörigen
Titeln und vor fast zwei Stunden etwa einhundert Stichworte
zu jedem dem Künstler bekam, die ich natürlich
längst wieder vergessen hatte, wurde meine Moderation
recht einsilbig und schlecht. So gegen halb drei war das
erste Desaster überstanden. Zu den Künstlerinnen
sag ich lieber nichts. Nur soviel, Selbstmordgedanken nach
der ein oder anderen Nummer waren mir plötzlich nicht
mehr fremd!
In der Pause schloss ich Bekanntschaft mit einem neuen Freund
Kai Pirinja. Der passte hervorragend zu meinem während
der Show gewonnen Freund Wodka Lemon. Nach ein paar aufmunternden
Worten eines Zuschauers (der eigentlich in mein Gästebuch
schreiben wollte!) machte ich mich um vier Uhr frisch ans
Werk für den zweiten Showblock. Da die Besucherzahl
mittlerweile auf eine überschaubare Größe
zusammengeschrumpft war und einige Künstlerinnen bereits
gegangen waren kam ich voll auf Fahrt und akquirierte schnell
noch ein zwei Anwesende Damen, die bereitwilligau fdie Bühne
kamen. Endlich war ich in meinem Element. Ich wußte
wer auftreten würde. Ich war locker und konnte endlich
billig wie nie zweigen was ich kann. Es war zwar kaum noch
jemand da, den das interessierte, aber ich hatte Spaß.
Gabi meinte nur, dass ich peinlich war und ohne Punkt und
Komma sprach, aber Interpunktion war ja auch noch nie meine
Stärke! Um fünf Uhr war alles rum und ich war
happy. Sollte mich Berlin nochmal fragen, dann käme
ich sicher wieder, aber das wird wohl ein Traum bleiben.
Ich danke auf jeden Fall Gaby, dass sie mich kommen ließ
und Gabi, dass sie mitkam! |
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| 23.08.2002 |
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| (20) Heute geht's nach Berlin. Nachdem
ich einen recht anstrengenden Tag im Laden hatte, traf ich
mich mit Gabi am Flughafen. Jeder, der uns sah muß gedacht
haben, daß wir für 4 Wochen auf eine Safari gingen.
Bepackt mit zwei Überseekoffern und zwei Hutschachteln
(pro Person), überzeugten wir die freundliche Eincheckdame
(ist das eine echte Berufsbezeichnung?) - nachdem Gabi einen
hysterischen Zusammenbruch gemimt hatte, der einer Bette
Midler würdig gewesen wäre - daß wir kein Übergepäck zahlen
müßten, weil es sich doch um Handgepäck handeln würde. Im
Flieger ging die Panik noch weiter. Hatte Man uns doch nicht
zwei Plätze nebeneinander gegeben! Ehe sich die Passagiere
richtig sotiert hatten und wußten wie ihnen geschah, begann
eine wilde Reise nach Jerusalem. Mit dem Ziel es allen recht
zu machen, scheuchten wir alle so lange von Platz zu Platz,
bis jeder seinem Wunsch entsprechend saß; am Fenster, am
Gang, am Notausgang, nah bei der Toilette oder im Raucherabteil
(Wir entschlossen kurzerhand, dass dieses Nichtraucherkonzept
mehr als überholt sei!) Die Versuche der Stewarts uns von
diesem Unterfangen abzuhalten scheiterten kläglich! Erst
als der Käptain eingriff gaben wir klein bei. Männern in
Uniform konnte ich halt noch nie etwas abschlagen. Mit dreißig
Minuten Verspätung trafen wir letztlich in Berlin ein. Typisch
Lufthansa!
Mit Hilfe eines freundlichen Taxifahrers waren wir in null
komma nix in Kreuzberg, bei meiner Gastgeberin, die allerdings
noch einen Auftritt im Schwuz in der Wong Show hatte. Also
wir nix wie rein in die Show, um einen ersten Eindruck von
den Berliner Künstlerinnen zu gewinnen. Na und was
für einen Eindruck wir bekamen. Die Ladies sahen aus,
wie wir Schocklett's vor unseren Anfängen. Christiane
F. hätte sich hier sicher zuhause gefühlt. Die
Darbietungen waren durchaus interessant und echt mal was
anderes. Das Konzept gefiel uns aber äußerst
gut. Während der Performance prügelt sich das
Publikum auf oder vor der Bühne um den Gong und den
Schlegel. Die kämpfenden Parteien sind jene, die den
Song per Gong beenden wollen und die, die das zu verhindern
versuchen. Wer am Ende am längsten auf der Bühne
stand bekommt eine wunderbares Stehrümmchen geschenkt.
Ich denke das wäre durchaus eine Idee, die die Schocklett's
klauen könnten. Nach der Show gab es noch ne lustige
Disco, mit Tunten Vogueing und ner Menge netter Jungs. Also
wenn's so weiter geht, dann gefällt mir Berlin. |
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| 21.08.2002 |
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| (15) Was für ein Tag. Gianna kam heut
nicht in den Laden, weil ihr Sohn die Windpocken bekam und
sie uns nicht anstecken wollte. Entsprechend hektisch war
es auch. Zum Glück hab ich heute wieder Massage gehabt, sonst
hätte ich vor Schmerzen kein Auge zu gemacht. Da kann ich
mich ja noch auf einiges gefaßt machen. Wenigstens ist Fricka
nicht da, die wüßte wieder zu allem was und würde mich nur
noch mehr Nerven kosten, als es die Kunden eh schon tun! Heute
hat schon wieder ein Mann mit mir an der Bushaltestelle geflirtet.
Leider nur, dass er in die andere Richtung kam. Naja, alle
guten Dinge sind drei. Beim Nächsten lasse ich alle Termine
sausen, wenn es nicht gerade der Flug nach Berlin ist!
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| 20.08.2002 |
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| (15) Ich komme gerade von meiner Starcoifeuse
Melanie nachhause. Und auf dem Weg vom Ebertplatz zur Wohnung
begegnet mir ein schnuckeliger Typ, der mich anlächelt. Er
sieht mir nach, ich lasse meine Blicke schweifen. Beide gehen
wir weiter, schauen uns nach einander um, wir sehen uns kaum
noch aber immer wieder drehen wir uns nacheinander um. Und
was mache ich dusselige Kuh, statt ihm zu folgen oder ihn
anzusprechen gehe ich weiter. Und warum? Weil ich eine alberne
Hutschachtel mit mir trage, die so abtörnend - selbst auf
mich - wirkt, dass ich nicht den Mut hatte ihn anzu quatschen.
Wie doooooooooooooof! |
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| 18.08.2002 |
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| (15) Endlich mal wieder gut geschlafen.
Das Gästebett in Starnberg war echt tödlich für mein Kreuz.
So motiviert schmiß ich mich heute mal wieder in die Sonne.
Da ja die letzten Tage in ganz Köln die Popcom aggiert lag
es nah mir mal ein bischen was davon anzuschauen. Mel mit
Gemahl und Isa begleiteten mich zum Mediapark. Es war echt
ganzschön was los. Wir hatten uns für die Wise Guys entschieden.
Den Namen kannte ich ja schon, aber ich hatte keine Ahnung
was sie machen, geschweige denn wie gut! Das sind echt klasse
acapella Sänger, die die Massen zum toben bringen. Der Älteste
(wie könnte es anders sein!) machte mir wirklich eine Gänsehaut.
Leider war sie schon nach einer Stunde fertig. Danach kam
Götz Alsmann. Was für ein krasser Genrewechsel. Die Stimmung
sank ins Bodenlose. Da aber noch Bibi Jones (muß wohl mal
bekannt gewesen sein) auftreten sollte mußte ich ne geschlagene
viertel Stunde diesem Götz lauschen. Als dann diese alte Dame
auf die Bühne kam schien alles soweit prima und das erste
Medley war ja auch ganz lustig. Doch plötzlich fing sie an
"Sag mir wo die Blumen sind" im Rumba Rhytmus zu singen. Oh,
mein, Gott! Man hätte ihr wohl vorher sagen sollen, dass dies
nicht Woodstock ist, auch wenn die Leute Sandalen trugen,
wir in einem "Park" und ein See in der Nähe war! Zum Glück
reichte diese Darbietung den anderen, um meinem Wunsch zu
folgen noch in Ruhe ein Käffchen trinken zu gehen. So wurde
es wirklich noch ein schöner Sonntagnachmittag. |
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| 17.08.2002 |
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| (13) Ich habe Scheiße gebaut. Ich war
verantwortlich, dass die "Freundin" gestern in die Wohnung
kam. Was ich nicht wußte war, dass nicht die, mit der ich
den Deal machte, die Streiche ausführen würde, sondern eine
andere Frau, die wohl er als Intrigantin bekannt ist. Diese
Frau hat die Chance genutzt in persönlichen Unterlagen rumzuwühlen
und alle Schränke zu durchwühlen. Ich konnte zwar nicht ahnen,
dass das passieren würde, aber letztlich bin ich halt doch
dafür verantwortlich. Es tut mir echt leid. Ich hatte nicht
einmal darüber nachgedacht, dass so ein Scherz dermaßen nach
hinten losgehen kann. Ich hoffe nur, dass diese Frau nicht
irgend welche persönlichen Dinge ausplaudert. |
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| 16.08.2002 |
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| (21) Heute war der große Tag. Mein
Bruder hat geheiratet. Während im Osten von Dresden bis Prag
Städte in den Fluten versinken haben wir herrliches Wetter.
Petrus meint es gut mit uns. Dieser herrliche Tag begann natürlich
mit der Vermählung von Diana und Karl-Heinz, mit mir und meinem
Schwager als Trauzeugen (Always brides maid, never bride!).
Draussen vor dem Standesamt erwarteten uns einige Kollegen
und Kolleginnen von K-H und standen Spalier, das war echt
toll. Weiter ging es zum Fotografen, der leider etwas unkoordiniert
war, aber sein Job scheinbar sehr sorgfältig machte. (Die
Ergebnisse lassen natürlich noch auf sich warten.) Danach
fuhren wir ins "Undoza", wo wir bei einem wunderbaren Blick
auf bzw. über den Starnberger See ein superleckeres Menü genossen.
Nachdem wir den Blick so sehr genossen entschlossen wir uns
zu einer Rundfahrt auf dem See, vorbei an Possenhofen, der
Roseninsel und der Stelle, wo Ludwig im See ertrank. Danach
fuhren wir nach hause, wo die frisch Vermählten eine nette
Überraschung erwartete. Die Wohnung war etwas verwüstet, mit
Götterspeise im Waschbecken und Rosen im Bett. Den Abschluß
dieses gelungenen Tags bildete ein reichhaltiges Buffet, das
uns vom Catering geliefert wurde. (Ich weiß nicht wieviele
Leute die beiden erwarteten, aber für uns neun people war
es auf jeden Fall viel zu viel, aber wie alles zuvor, super
lecker!) Danach wurde gefeiert, gequatscht und getanzt bis
in die frühen Morgenstunden. |
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| 14.08.2002 |
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| (8) Super, da denke ich ich hätte eine
ruhige Woche ohne Fricka (meine Kollegin) und plötzlich geht
die Tür auf und sie kommt freudestahlend rein. Hätte sie mich
vorher gefragt hätte ich ihr gleich sagen können dass Webdesign
als Bildungsurlaub nicht das richtige für sie ist. Ich hätte
Ihr ja, wenn schon, dann Office nahegelegt. Sie denkt immernoch,
man könne Powerpoint Dateien in Word öffnen. Tja, mit hundert
rafft man halt sowas nicht mehr wirklich. Das Gute ist, dass
ich jetzt guten Gewissens morgen früh den Laden verlassen
kann, um nach Starnberg zu reisen - die Hochzeit rückt verdammt
nah! |
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| 13.08.2002 |
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| (11) Auf'e Arbeit ist alles ruhig.
Der Euro scheint die Leute sparsamer zu machen. Hinzukommt,
dass ja Sommerferien sind. Boa, ist das öde. Zum Glück konnte
ich heute früh gehen, weil ich zur Gymnastik mußte. Wie ich
aus verläßlichen Quellen erfuhr ist Carlos in Urlaub. Da ich
ja wieder zur Massage gehen werde muß ich natürlich alles
so hinbekommen, dass noch Termine für ihn übrig bleiben. Das
Hochzeitsgeschenk für meinen Bruder habe ich jetzt auch. Noch
zwei Tage in Freiheit, dann isser reif. Ich hoffe nur, dass
Diana's Verwandtschaft kommt, bei den Unwettern und fünfzigtausend
Evakuierungen in Prag könnte es ja durchaus zu unerwarteten
Zwischenfällen kommen. Well, I keep my fingers crossed! |
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| 12.08.2002 |
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| (9) Warum wollen eigentlich
alle in den Süden? Wenn ich den Wetterbericht verfolge und
meine Erfahrungen vom Wochenende betrachte, dann bleibe ich
lieber hier im Rheinland.
Was anscheinend überall gleich ist, trotz regionaler, Mentalitäts-
und Sprachunterschiede, das ist die Zuverlässigkeit der
Bahn. Gestern wurde ich in Feldmoching aus der S-Bahn komplimentiert,
weil sie plötzlich nicht mehr an den Flughafen fuhr und
heute, am Kölner Hauptbahnhof, erfuhr ich - nachdem alle
Alternativen abgefahren waren, dass der Zug, der vor fünf
Minuten hätte abfahren sollen, ca. fünfzehn bis zwanzig
Minuten Verspätung haben würde und nicht an Gleis fünf sondern
an Gleis vier einfahren würde. Das ist doch beruhigend zu
wissen, dass die Bahn ihren Fahrgästen überall den gleichen
Service bietet, wie bei McDonald - überall die gleiche Einrichtung
- dann muß ich mich auch nicht umgewöhnen!
Mel macht mich so stolz. Da habe ich ihr gerade mal fünf
(na gut fünfzehn) Minuten erklärt, wie html funktioniert
und schon hat sie ihre Seite nicht nur verändert, sondern
auch schon eine weitere Seite hinzugefügt. Wenn ich nicht
aufpasse werde ich bald nicht mehr gebraucht.
Gabi ist genial. Sie hat für den Saisonstart ein Plakat
entworfen. Das war ja schon lustig, aber für meine Moderation
im Oktober hat sie auch schon einen ersten Entwurf und da
habe ich mich nass gemacht. Ich werde sicherlich auf der
anderen Seite eine Galerie einrichten, mit Ihren Kreationen.
Ich hoffe nur, dass die Presse diese Fotos abdruckt! Auf
jeden Fall sollte man im Schulz danach ausschau halten! |
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| 11.08.2002 |
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| (9) Wer entwirft eigentlich die Muster
von Bussitzbezügen und wieso? Sollen sie den Insassen die
Angst vor einem plötzlichen Verkehrstod nehmen? Hat der Sitzfabrikant
eine Wette verloren? Ist es ein weiterer Versuch von Pinki
und Brain die Weltherrschaft zu erobern? Was immer es ist,
sie sind HÄSSLICH! |
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| 10.08.2002 |
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| (14) Nachdem wir die Lokalitäten für
die abendliche Feier soweit vorbereitet hatten war erstmal
Familienempfang angesagt. Als erstes kamen meine Eltern. Schnell
waren die Geschenke überreicht und der Kaffee ausgeteilt.
Da kam auch schon Diana's Verwandschaft, Mutter, Tante und
Bruder. Ich hätte es wissen müssen. Bei so einer attraktiven
Schwägerin in Spe konnte der Bruder ja nur drop dead gorgious
sein. Nun, als ich mich wieder unter Kontrolle hatte und mir
klar war, dass es nächste Woche keine Doppelhochzeit geben
würde fuhren wir auch schon zur Fete. Zum Leidwesen von den
Beiden waren auch einige Kinder beim Poltern, die einen diebischen
Spaß daran hatten, die zusammengekehrten Scherben immer wieder
auseinanderzutreten. Mit einigen Unterbrechungen waren die
beiden um Mitternacht endlich fertig mit dem Kehren! Die Party
verlief ohne besondere Vorkommnisse, ausser, dass ich von
einem Koma ins nächste fiel. Mir war gar nicht bewußt wieviele
gutaussehende Männer zum Freundeskreis meines Bruders zählen
- sie waren zwar alle liiert, aber Appetit holen darf man
sich ja wohl! |
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| 09.08.2002 |
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Heimat ich komme. Dieses Wochenende
steht im Zeichen meines großen Bruders. Gesattelt und gespornt
flog ich nach München, um Karl-Heinz und seine Zukünftige,
Diana, in Starnberg, zu besuchen. Nach einer Odyssee durch
die Fürstenfeldbrucker Bronx, über Felder und Auen, kamen
wir schließlich auf seinem Anwesen an. Da das Wetter recht
gut war und die beiden noch Vorbereitungen treffen mußten,
bei denen ich sie in keinster Weise stören wollte - geschweige
denn helfen - schnappte ich mir seine BMW R1100 GS, was ein
geiler Hobel, und machte mich vom Acker.
Seit fünf Jahren hatte ich keine Maschine mehr zwischen den
Schenkeln - wie ich's vermißt habe. Die Tour führte mich vorbei
an Kuhweiden, Bauernhöfen und natürlich dem Starnberger See.
Da wurden Erinnerungen wach, wie ich als kleines Mädchen,
mit Zöpfen, im Dirndl, zusammen mit meinem Hund Timmy, über
die Wiesen hüpfte; euterwarme Milch trank und im Faaker See,
bei den Flusskrebsen, schwimmen lernte.
Als sich das Wetter dann doch noch besann schlecht zu werden
brach ich meine Route um den See ab und kehrte heim, wo ich
mit Hausmanns Kost von meinem Bruder empfangen wurde. Der
Abend wurde recht beschaulich und endete schließlich in aller
Ruhe mit einer Tüte Chips, Schokolade, Kaffee, der neunten
Zigarette des Tages und einem Action Movie auf der Couch. |
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| 08.08.2002 |
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| Was soll ich sagen? Ävärising bäk tu
normel. Der Alltag hat mich in seinen Fängen und der Rücken
schmerzt. Alle Kolleginnen sind nett, keine hat gelästert,
dass ich so lange fehlte - zumindest nicht mir ins Gesicht
(backstabbing bitches) - und das viele Sitzen vorm Computer
tut sein übriges. Das Gute ist, dass ich mein Rauchen etwas
in den Griff bekommen habe. Nachdem ich mir ja anfänglich
noch diese Schachtel Zigaretten in Form eines Pflasters an
die Backe geklebt hatte und trotzdem noch zehn Zigaretten
rauchte, kam ich zu der Überzeugung, dass es auch ohne Pflaster
gehen muß. Mittlerweile rauche ich so um die zwölf Stück am
Tag, bin unausstehlich und kämpfe damit meine Gewohnheiten
zu ändern.(Frau Schmidt meint, man merke keinen Unterschied)
- Jetzt weiß ich wie sich Ammelie gefühlt haben muß, als sie
von drei auf einen Kasten Cola am Tag reduzierte! |
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| 04.08.2002 |
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| Heute war überhaupt kein Wachwerden
angesagt. Kasandra und Achim kamen irgendwann um elf mal runter
zum frühstücken, nachdem Nelly schon längst Ihren Fahrradmarathon
zum Bäcker und zurück erfolgreich hinter sich gebracht hatte
und frisch wie der Morgentau alle mit einem trällernden "Morgen"
begrüßte. (Ich hasse Frühaufsteher!) Nachdem ich meine erste
Kanne Kaffee intus hatte war ich letztendlich auch wieder
ansprechbar und voller Tatendrang wieder nach Colonia heimzukehren.
Schließlich sollte morgen meiner erster Arbeitstag nach vier
Wochen sein. |
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| 03.08.2002 |
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Unausgeschlafen und im völligen Dilierium
quälten wir uns heute - nach heftigen Kämpfen ums Badezimmer
- mit dem Zug nach Amsterdam. Da das Wetter nicht wirklich
berauschend war hielten wir uns mit unseren outfits dezent
zurück und gingen inkognito auf die Christopher Street Parade
in die Hauptstadt. Zu allem Überfluss schüttete es hier aus
allen Eimern und Miekes Neffe, der die vielen Tanten echt
lustig fand, wurde auch noch mit einer Dusche von einer vollen
Plane - die zwischen den Zelten eines Flohmarkts gespannt
und mit Wasser "gefüllt" war - bedacht. Da sich der Paradenbeginn
verschoben hatte gingen wir ersma in eine Pizzeria (wie typisch
holländisch), um uns aufzuwärmen. Das war ein netter Versuch,
da wir direkt in den Windzug der offenen Kneipentür gesetzt
wurden scheiterte dieser, obgleich wir wenigstens trocknen
konnten. Mieke und ihr fünftausend Kalorienplan forderte Nahrung
und als diese schließlich verzehrt war hatte sich das Wetter
auch eines besseren besonnen. Alle waren glücklich und die
Parade begann. Voller Euphorie malten wir uns aus, wie es
nächstes Jahr sein würde, wenn wir unsere Show auf einem Kutter
(hier in Amsterdam ist die Parade nämlich auf den Grachten)
präsentierten. Doch nach der fünften Jolle, die an uns vorbeizog
war die Ernüchterung perfekt. Wir waren uns einig, dass ein
Zug durch die Gassen tausend mal besser ist. Hier kam echt
keiner in Stimmung. Okay, es mag am Wetter gelegen haben,
aber obwohl die Ufer rappelvoll waren war Totentanz angesagt.
Als es gerade wieder anfangen wollte zu regnen entschlossen
wir uns gen Den Bosch zu pilgern.
Dass das die bessere Entscheidung war könnte man daran fest
machen, dass wir bis halbfünf in Günter's und Mieke's Wohnzimmer
saßen und AKTIVITY spielten. Hierbei geht es darum, in Teams
aufgeteilt, Begriffe zu erklären, zu zeichnen oder pantomimisch
darzustellen. Und obgleich es unsere groteske Laiendarstellerin
Gabi schier in den Wahnsinn zu treiben schien gab es es keine
Runde, in der Nelly nicht im Gewinnerteam gewesen wäre. (Ich
glaube nicht, dass Gabi es ernst meinte, als sie mit blutunterlaufenen
Augen, stierem Blick und den Händen um Nelly's Gurgel schrie
"Ich hasse sie, ich hasse sie, ich hasse sie!") |
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| 02.08.2002 |
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| Heute ging es nach Den Bosch, auf den
Landsitz von Mieke van den Doght und ihrem Gemahl. Ziel der
Reise ist es mit Gabi, Kasandra, Nelly, Marco und Mieke im
Café Joost aufzutreten. Diesen Plan hatten wir bei unserem
letzten Aufenthalt hier in den Niederlanden geschiedet und
heute war es so weit. Auf einer Bühne in der Größe einer Briefmarke
ließen wir es uns nicht nehmen diverse Gruppennummern zu veranstalten.
Den ein oder anderen Balanceakt hatte das für Nelly oder Mieke
schon bedeutet, da ich ja meist in der Mitte stand war mir
das ziemlich egal. Für die beiden hatte das den Vorteil, dass
sie häufiger in Berührung mit den doch begeisterten Zuschauern
kamen. Die Show war etwas chaotisch, weil wir zum Umziehen
aus dem Joost, über die Straße, in einen Friseursalon rennen
mußten und zurück und das ganze noch über Kopfsteinpflaster.
Doch auch das hielt uns nicht auf. Wer uns aufhielt war Joost.
Und zwar im besten Sinne. Als wir um halbzwei mit der Show
fertig waren und eigentlich noch gemütlich bei Mieke einen
Absacker genießen wollten, hielt er uns noch bis kurz nach
drei bei sich im Laden und schmiß diverse Runden. Nunja, ich
kann mir schlimmeres vorstellen. |
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| 01.August 2002 |
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| Back to normal. Ich hab's heute nicht
geschafft zur Apotheke zu rennen und da ich die Kaugummis
nicht mag blieben mir ja nur die Glimmstengel. Es ist eine
Qual. Permanent kämpfte ich mit mir und dem Verlangen, aber
ich bin halt auch nur ein Mensch - wenn auch ein sehr attraktiver,
liebevoller, sensibler, umgänglicher, wertvoller, sparsamer,
schüchterner, junger ... lassen wir das, die Aufzählung würde
den Rahmen und gemieteten Webspace wohl sprengen! Morgen geh
ich aber und hole mir die Pflaster!
Mein Treffen mit dem Steuerberater hat mich hoffen lassen
- nein, nicht dass es doch noch was zwischen uns wird -
sondern, dass ich nicht das Land verlassen muß wegen der
Nachzahlung. Ich rechne eher damit, dass ein neues Paar
Schuhe dabei rausspringen wird, oder was anderes praktisches!
Nach einem ausführlichen Gespräch mit meiner (kritischen)
Freundin kam ich zu dem Ergebnis, dass ich PC [pie sie]
(politically correct) bin. Mir kam ja schon mal zu Ohren,
dass ich das Bild der Frau verzerren würde - also Devine
verzerrte so manches, ich strecke doch schlimmstenfalls.
Sie bestätigte mir, dass sie mich als Freundin schon genau
unter die Lupe genommen hätte und nichts fand, dass sie
wirklich anstößig oder frauenfeindlich gefunden hätte. Na,
das hätte mich aber auch gewundert!
Eigentlich bin ich ganz froh, dass das Wetter schlechter
geworden ist. José ist für eine Woche nach Brasilien geflogen,
um sein Studentenvisum verlängern zu lassen, folglich muss
ich mich jetzt selbst ums Gießen kümmern. Das ist ja echt
Stress. Ich ziehe ernsthaft in Erwägung Kakteen anzuschaffen
- dann kann sich José wenigstens wichtigeren Dingen widmen
(wie mir, versteht sich !).
So jetzt aber in die Heia, morgen geht's zur Show nach Holland
und zum CSD, da muss ich frisch sein! |
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